ISB will für 180 Millionen Franken Unterstützung abrufen

11. Mai 2020, 15:17
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Ein Pool von Projektleitern soll sicherstellen, dass IKT-Schlüsselprojekte nötigenfalls externe Hilfe erhalten.

Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) hat eine 180-Millionen-Franken-Ausschreibung gestartet. Es geht um optional abrufbare Leistungen zwischen 2021 und 2025, wie Simap zu entnehmen ist.
Die 180 Millionen stehen für "Dienstleistungen im Bereich Projektmanagement für strategisch wichtige, grosse oder komplexe Projekte innerhalb der Bundesverwaltung" zur Verfügung und das ISB sucht im offenen Verfahren 12 Anbieter.
Worum geht es? Die Ausschreibung gehe auf einen Bundesratsbeschluss vom 30.04.2014 zurück, so eine ISB-Sprecherin auf Anfrage. Dieser besage, "dass im Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) ein Pool von Projektleiterinnen und Projektleitern für IKT-Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung angesiedelt wird und dass via WTO-Ausschreibung zusätzlich sichergestellt werden soll, dass Bedarfsengpässe durch externe Ressourcen bewältigt werden können."
Ende 2020 werde das Kontingent der damaligen Ausschreibung "grösstenteils ausgeschöpft" sein. Die neue WTO-Ausschreibung sei als Nachfolge-Ausschreibung für diesen Pool von externen Ressourcen zu verstehen.
Der Pool an PLs sei speziell für "IKT-Schlüsselprojekte" verfügbar. Diese werden vom Bundesrat definiert, und auf der Liste finden sich aktuell so unterschiedliche IT-Projekte wie Gever Bund, diverse Armee-Projekte, das Transformationsprogramm DaziT der Zollverwaltung oder die S/4HANA-Einführung unter dem Titel "Superb.
"Allerdings darf jedes Programm oder Projekt der Bundesverwaltung auf diese externen Ressourcen zurückgreifen, sofern das jeweilige Budget dies zulässt und der Einsatz durch den Projektauftraggeber entsprechend genehmigt wurde", ergänzt die ISB-Sprecherin.
Der Preis wird in der Ausschreibung mit 31% gewichtet, zu den Bedingungen für einen Zuschlag gehört, dass der Anbieter bestätigt, "dass er die Ergebnisverantwortung für seine Leistungen übernehmen wird. Er nimmt zur Kenntnis, dass somit Angebote unter Personalverleihbedingungen ausgeschlossen werden."

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