ITpoint geht in die Hände eines japanischen Konzerns

16. März 2021, 15:05
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Roland Singer suchte eine Nachfolgelösung. Nun verkauft er seinen IT-Dienstleister an Sharp.

Roland Singer verkauft seinen 2002 gegründeten IT-Dienstleister an den japanischen Elektronik-Konzern Sharp. Dies hören wir von einer mit den Vorgängen vertrauten Person und dies wird in einer Kundeninformation auch bestätigt. Gründer, Inhaber und Verwaltungsratspräsident Singer habe "sämtliche Firmenanteile von ITpoint per 12. März 2021 an den bekannten Technologiekonzern Sharp übertragen", heisst es darin.
Ausser den Besitzverhältnissen ändere sich nicht viel, versichern Singer und ITpoint-CEO Cuno Vuillemin den Kunden: "Die Geschäftstätigkeit der ITpoint wird unter dem bisher bekannten Firmennamen unverändert fortgesetzt." Das Management bleibe, die Ansprechpartner für die Kunden ebenfalls.
Singer hatte sich bereits 2013 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und sich als VRP auf strategische Fragen konzentriert. Er werde weiterhin aktiv in seiner jetzigen Rolle mit ITpoint verbunden bleiben, heisst es dazu. "Eine nachhaltige Lösung für unsere Kunden, Mitarbeitenden und Geschäftspartner stand für mich immer im Vordergrund. Mit Sharp habe ich mich für einen Konzern entschieden, der uns die einzigartige Möglichkeit bietet, unsere Vision zwar als Tochterunternehmen des Sharp-Konzerns, aber dennoch weiterhin unter dem bekannten ITpoint-Marktauftritt sowie unter der bewährten Firmenleitung weiterzuverfolgen", lässt er sich zitieren.

Es gibt kaum Gemeinsamkeiten

Der Rotkreuzer IT-Dienstleister beschäftigt rund 80 Mitarbeitende. Sharp ist in der Schweiz im Business für Office-Drucker mit zugehöriger Software und Managed Services, TVs sowie Display-Systeme und seit Ende 2019 mit Business-Notebooks präsent.
Wo sind da die Gemeinsamkeiten? Genau die "kaum vorhandenen Überschneidungen im Angebot zwischen unseren Firmen" sei entscheidend für den Verkauf gewesen, so ITpoint. Im Sharp-Konzern sei geplant, das Integrations-, Cloud- und Managed-Services-Geschäft von ITpoint zum neuen strategischen Geschäftsfeld des Unternehmens zu entwickeln.
Umgekehrt erhalte ITpoint die Chance, das Business auszubauen und zusätzliches Know-how im End-User-Bereich zu erhalten.
2019 übernahm Sharp in Grossbritannien den IT-Dienstleister Complete I.T. in einem ähnlichen strategischen Schritt, um sich neue Geschäftsfelder aufzubauen.
Aus Schweizer Sicht zudem bemerkenswert ist, dass ein weiterer japanischer Konzern – auch wenn Foxconn die Mehrheit hält – eine Schweizer ICT-Firma übernimmt. Denn Nec hat nun bei Avaloq das Sagen, Ricoh übernahm Lake Solutions und Dentsu verleibte sich Namics ein.

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