Klage: HP gegen Oracle wegen Itanium

16. Juni 2011 um 08:41
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Eine weitere Schlammschlacht vor Gericht zeichnet sich ab.

Eine weitere Schlammschlacht vor Gericht zeichnet sich ab.
Hewlett-Packard hat seine schriftlich angekündigte Drohung wahr gemacht und am Mittwoch Klage gegen Oracle beim Santa Clara County Superior Court eingereicht. Das berichten übereinstimmend das 'Wall Street Journal' und der 'Register'. HP will sich dagegen wehren, dass Oracle die Unterstützung von HPs Servern mit Intels Itanium-Chips einstellen will. HP sieht den ehemaligen Partner "gesetzlich verpflichtet", mit seinen Softwareprodukten auch die Itanium-Plattform zu unterstützten.
Laut dem 'Register' habe Oracle auf den Brief von HP nicht reagiert, das Blatt ortet einen "totalen Zusammenbruch der Kommunikation" zwischen den beiden Firmen, nicht nur weil HPs ehemaliger CEO Mark Hurd im vergangenen Herbst als Co-President zu Oracle wechselte.
Jetzt allerdings hat Oracle reagiert und weist alle Vorwürfe von sich: "Man muss sich nur einige Minuten Zeit nehmen und die Entwürfe des Übereinkommens [zwischen HP und Oracle, Anm. Red.] anschauen, um zu beweisen, dass HPs Behauptung falsch ist." Demnach habe HP zwar von Oracle verlangt, Itanium weiter zu unterstützen, Oracle habe diese aber nicht gegeben. "HPs Itaninium-Support-Garantie war im signierten Schlussdokument gelöscht", schreibt Oracle.
Der Konzern setzt noch eins drauf und behauptet, dass HP eine solche Garantie gewollt habe, weil HP - im Gegensatz zu Oracle - bereits im September 2010 gewusst haben soll, dass die Itanium-Serie für Intel an Ende ihres Lebenszyklus ankomme.
Mit den geharnischten Tönen aus beiden Lagern zeichnet sich eine weitere Schlammschlacht zwischen den beiden Konzernen ab, wie schon nach dem Abgang Hurds. (pk)

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