Kurssturz wegen Lizenz-Audit

6. September 2017 um 14:12
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In üblichen Software-Verträgen setzen Anbieter wie Microsoft, Oracle oder Adobe das Recht durch, die korrekte Lizenzierung beim Kunden (auf dessen Kosten) durch externe Beratungsfirmen überprüfen zu lassen.

In üblichen Software-Verträgen setzen Anbieter wie Microsoft, Oracle oder Adobe das Recht durch, die korrekte Lizenzierung beim Kunden (auf dessen Kosten) durch externe Beratungsfirmen überprüfen zu lassen. Solche Audits sind bei den Informatikverantwortlichen gefürchtet, können sie doch zu plötzlichen Mehrkosten führen, die gegenüber Geschäftsleitung und Verwaltungsrat schwer zu begründen sind.
Ein solches Missgeschick passierte dem deutschen Kabel-Hersteller Leoni. Er musste nach Lizenz-Audits durch KPMG angeblich 20 Millionen Euro bezahlen. Dies berichtete die renommierte 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' ('FAZ') am 31. August. Die Aktien von Leoni werden an der Börse gehandelt, die Aktionäre reagierten ungnädig. Der Kurs sackte am gleichen Tag um vier Prozent ab. In den Folgetagen hat er sich aber wieder erholt. (hc)

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