Luzern hat wieder nur einen 50%-Datenschutz­beauftragten

14. November 2018, 15:04
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Wenn es nach dem Regierungsrat geht, wird der Kanton Luzern ab Dezember wiederum einen Datenschutzbeauftragten im 50-Prozent-Pensum haben.

Wenn es nach dem Regierungsrat geht, wird der Kanton Luzern ab Dezember wiederum einen Datenschutzbeauftragten im 50-Prozent-Pensum haben. Ein Ausschuss aus Vertretern des Kantonsrates, des Regierungsrates und der Verwaltung habe den Luzerner Rechtsanwalt Matthias Schönbächler gewählt, teilt die Staatskanzlei heute mit. Der Regierungsrat als zuständige Wahlbehörde sei überzeugt, dass "Schönbächler als Fachmann die Datenschutzpraxis im Kanton Luzern kompetent mittragen und mitgestalten wird".
Pikant ist das 50-Prosent-Pensum insofern, weil Schönbächlers Vorgänger Reto Fanger seinen Posten auf Ende August gekündigt.
Während Fanger trotz Kündigung seine Arbeit für den Kanton in einem reduzierten Pensum noch bis Ende November verlängert hat, übernimmt Schönbächler nun die unveränderte Situation.
Der 28-Jährige, der sich laut Staatskanzlei in einer Anwaltskanzlei "schwerpunktmässig mit Datenschutzthemen" beschäftigt, will sich auf Afrage von inside-it.ch nicht zu seinem langjährigen Vorgänger äussern. Er warte nun erst einmal den Entscheid des Kantonsrat ab, der seine Wahl voraussichtlich in der Dezembersession genehmigen soll.
Der künftige Datenschutzbeauftragte wohnt in Luzern, ist ledig, verfügt seit 2016 über das Anwaltspatent des Kantons, ist Mitautor des Basler Kommentars zum Datenschutz- und Öffentlichkeitsgesetz sowie Referent zu Datenschutzthemen beim ERP-Anbieter Sage Schweiz, heisst es weiter. Er werde neben dem Halbzeitpensum im Dienst des kantonalen Datenschutzes weiterhin als Anwalt in Luzern arbeiten. (vri)

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