Martin Bosshardt wird neuer CEO des auf SD-WAN-Sicherheit spezialisierten Zürcher Unternehmens Anapaya. Man habe ein erfolgreiches Jahr mit rasantem Wachstum hinter sich, schreibt Anapaya in einer Mitteilung. Nach strategischen Differenzen hätten sich der Vorstand von Anapaya Systems und der bisherige CEO Hakan Yuksel aber einvernehmlich darauf geeinigt, ab Februar 2021 getrennte Wege zu gehen.
Zum Abschied erhält Yuksel noch ein Lob vom Verwaltungsratspräsidenten Pascal Rialland, Vorsitzender des Verwaltungsrats: "Im Namen des Verwaltungsrats möchte ich Hakan für seine Beiträge und Leistung danken - ohne ihn wären wir nicht da, wo wir heute sind."
Yuksels Nachfolger Martin Bosshardt gehörte zu den Gründungspartnern von Open Systems. Ab 2002 war er CEO des Schweizer Security-Dienstleisters.
2019 wurde er bei Open Systems von Jeff Brown abgelöst. Als neuer Chef sowie Mitglied des Verwaltungsrats von Anapaya soll er nun das Wachstum des Anbieters eines Produkts zur Sicherung von SD-WANs vorantreiben.
Das ETH-Spinoff Anapaya verwendet eine an der ETH entwickelte Technologie namens "SCION". Unternehmen führen immer öfter Software definierte WANs ein. Allerdings sei diese Technologie immer noch auf das öffentliche Internet angewiesen, was sie anfällig für Cyberkriminalität und Ausfälle mache, sagt Anapaya. Die SCION-Technologie diene als alternatives Transport-Netzwerk für SD-WAN-Lösungen. Sie ermögliche es Unternehmen, den Weg, den die Datenverbindungen nehmen, nach Belieben und innerhalb von Sekunden zu ändern. Dies mache die Kommunikation widerstandsfähig gegen Ausfälle.