Seit Facebook respektive Meta in Zürich ansässig ist, habe sich der Personalbestand jedes Jahr verdoppelt. Dies sagt Meta-Zürich-Chef Rasmus Dahl im Interview mit dem 'Tages-Anzeiger'. Dahl ist seit zwei Jahren bei Facebook für den Standort Schweiz verantwortlich.
Der Konzern hat vor einiger Zeit angekündigt, in der
EU 10'000 Stellen schaffen zu wollen. Dabei seien aber die Stellen in der Schweiz nicht einberechnet, präzisiert Dahl. Dies bedeute, dass neben der EU die Präsenz hierzulande ausgebaut werde. Aktuell würden in Zürich rund 200 Leute für das Unternehmen arbeiten. Nächstes Jahr sollen weitere 150 Software-Entwickler und Wissenschaftlerinnen hinzukommen, wie der Manager sagt. Der Fachkräftemangel sei aber spürbar. In Zürich sei der Wettbewerb der Tech-Firmen wie Google, Amazon und Oracle um Talente gross.
Aber der Zugang zu Talenten sei mit den Hochschulen gut. Meta bilde in Zürich zwar "aktuell" keine Lehrlinge aus, aber man habe Praktikantinnen und Praktikanten von der ETH.
Der Zürcher Meta-Standort, intern bekannt als Reality Lab, beschäftigt sich insbesondere mit Augmented-Reality-Themen. Etwa sei in Zürich jener Algorithmus entstanden, der zu möglichst natürlichen Eindrücken führe, wenn man sich mit einer Virtual-Reality-Brille im virtuellen Raum bewegt, erklärt Dahl im
Interview mit der Zeitung.Noch stammt der grösste Teil des Konzernumsatzes aus Werbung. Aber, so Dahl zum 'Tages-Anzeiger', die Einnahmen im VR-Bereich würden steigen. So sei der Umsatz durch den Verkauf der Oculus-VR-Headsets im Vergleich zum 3. Quartal 2020 um 195% gewachsen.