Gerade in den Ländern, wo Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise verhängt worden sind, hat Microsoft eine 775-prozentige Zunahme der Azure-Nutzung festgestellt. So habe man bei Teams seit November 2019 mehr als eine Verdoppelung der täglichen Anwender von
damals 20 auf jetzt als 44 Millionen zu verzeichnen. Zuletzt hätten diese in nur einer Woche täglich über 900 Millionen Besprechungs- und Anrufprotokolle erstellt, heisst es dazu in einem aktuellen
Azure-Blog-Post.
Dort wird auch darauf hingewiesen, dass sich der Rückgriff auf virtuelle Desktops verdreifach habe und die Verwendung des Business-Analytics-Tool Power-BI innerhalb einer Woche um 42 Prozent zugenommen habe. Dies weil das Tool von Regierungen zum Informationsaustausch zu Covid-19 genutzt werde.
Trotz des starken Nutzungsanstiegs sei es aber noch zu "keinen nennenswerten Unterbrechungen" von Azure gekommen, schreibt Microsoft. Eingestanden wird allerdings, dass in den Azure-Regionen Nord- und Westeuropa, im Süden Grossbritanniens, Frankreich-Mitte, in Ost-Asien, Süd-Indien und in der Region Brasilien Süd für einige Ressourcen die Verfügbarkeit unter die
typischen 99,99 Prozent gefallen sei.
Die Beschränkungen
Jedenfalls hat die Entwicklung zur Folge, dass wiederum "vorübergehende einige Einschränkungen eingeführt werden", schreibt Microsoft weiter.
So sei die Nutzung von Gratiseinstiegs- und Testangeboten begrenzt worden, um diese Kapazitäten für bestehende Kunden verfügbar zu machen. Diese Begrenzung gelte auch für Neu-Abonnementen, die sich allerdings via Support die Ressourcenbeschränkung erhöhen lassen könnten. Zudem wird herausgestrichen, dass Blaulichtorganisationen, Gesundheitsversorger, Alarmierungssysteme oder auch Anwendungen für Gesundheitsscreenings priorisiert werden.
Microsoft verspricht allerdings, drohende Engpässe auch durch den beschleunigten Aufbau "beträchtlicher neuer Kapazität" vermeiden zu wollen. Die zusätzlichen Ressourcen sollen in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen.