Mozilla stösst sein IoT-Projekt Webthings ab

22. September 2020, 13:45
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Der Open-Source-Spezialist spart weiter. Künftig soll die Community Webthings weiterentwickeln.

Mozilla entledigt sich seines IoT-Projekts Webthings und stellt alle direkten Investitionen ein. Laut David Bryant, der bei dem Open-Source-Software-Anbieter und Browserhersteller für das webbasierte IoT-Projekt zuständig ist, soll es ausgegliedert und künftig als unabhängiges Open-Source-Projekt der Community weitergeführt werden. Dies geht aus einem Blogbeitrag von Bryant hervor.
Webthings zielt vor allem darauf ab, IoT-Geräte über Schnittstellen miteinander zu verbinden und sie plattformübergreifend nutzbar zu machen. Dazu sollen sie per URL gefunden werden, wobei ein Fokus auf der Sicherheit der Devices liegt.
Bryant versichert nun, dass etwa Smart-Home-Geräte, die über das Webthings-Gateway gesteuert und überwacht würden, weiterhin funktionieren würden. Zukünftige Software-Updates liefere aber die Webthings-Community und nicht mehr Mozilla. Wer eine Mozilla-iot.org-Domain nutze, soll dies noch bis Ende 2020 tun können und danach einen Ersatz geboten kriegen, lautet das Versprechen.
Angesichts der Vielfalt der im IoT verwendeten Technologien, Protokolle und Datenmodelle sind die Betreiber mit zunehmend hohem Aufwand konfrontiert. An einem Ansatz dagegen arbeitet das World Wide Web Consortium (W3C) mit Spezifikationen und Standards. Diese sind in Webthings bereits integriert.
Die Auslagerung des Projekts folgt auf eine ganze Reihe von ähnlichen Massnahmen bei Mozilla. Kürzlich wurde angekündigt, man stelle Firefox Send und Firefox Notes und fokussiere insbesondere auf Mozilla VPN, Firefox Monitor, und Firefox Private Network.
Im August hatte das Unternehmen angekündigt, dass es einen Viertel der Belegschaft entlassen wolle, nachdem bereits im Januar eine erste Hiobsbotschaft verkündet worden war.

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