Muttenz will seine Informatik komplett outsourcen

13. August 2020, 12:49
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Die Basler Stadt sucht einen Rundum-Dienstleister, da grosse Teile ihrer IT-Infrastruktur das Ende des Lebenszyklus erreicht haben.

Die Basler Stadt Muttenz möchte ihre Informatik komplett auslagern. Künftig soll die gesamte Verwaltungsinformatik inklusive der Fachapplikationen in einem externen Rechenzentrum betrieben werden. Ein entsprechender Auftrag über 5 Jahre mit Option auf Verlängerung wurde auf der Beschaffungsplattform Simap ausgeschrieben. Im Rahmen einer Strategieüberprüfung haben man das IT-Full-Outsourcing unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Leistungsqualität beschlossen, heisst es dort.
Da ein grosser Teil der IT-Infrastruktur wie Datacenter, Server und Storage ihren Lebenszyklus erreicht hätten und umfangreichere Investitionen getätigt werden müssten, habe man sich für den Schritt entschieden, heisst es weiter. Ebenso werde die Aufbauorganisation innerhalb der Verwaltung Muttenz überprüft und optimiert. Die Verwaltung von Muttenz umfasst rund 200 Angestellte, von denen zwei in der Informatik-Abteilung arbeiten.
Der Ausschreibung ist vielschichtig und reicht von den Applikationen, die von bis zu 140 Usern genutzt werden, über Storage, Backup und Monitoring bis zu Printing und Telefonie. Zudem soll der Auftragsempfänger für Koordination und Service Management zuständig sein. Vorerst soll er aber das Transitions-Projekt verantworten und die IT migrieren.
Muttenz möchte mit dem Leistungserbringer schliesslich eine langfristige Partnerschaft eingehen, wie aus den Unterlagen hervorgeht. So soll dieser bei Innovationsthemen wie "Gemeinde 4.0" Hand bieten.
Die Stadt, die unmittelbar an die Stadt Basel grenzt, zählte 2018 rund 17'800 Einwohner. Muttenz ist die drittgrösste Gemeinde im Kanton Basel-Land.

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