Nokia baut das 5G-Netz von Salt

29. Januar 2019 um 11:00
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Für den Aufbau des 5G-Netzes und die Modernisierung der 3G- und 4G-Netze will Salt auf den finnischen Ausrüster setzen.

Für den Aufbau des 5G-Netzes und die Modernisierung der 3G- und 4G-Netze will Salt auf den finnischen Ausrüster setzen.
Der Telco Salt hat heute eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit Nokia für die Einführung der 5G-Technologie bekannt gegeben. Nokia als Partner werde das Funk- und Kernnetz von Salt modernisieren. Damit werde nicht nur die Basis für die 5G-Technologie geschaffen, sondern auch die Fähigkeiten der 3G- und 4G-Netze verbessert, schreibt der Telco.
Damit setzt jeder Schweizer Mobilfunkanbieter auf einen anderen Lieferanten: Swisscom wählte Ericsson
Die Einführung von 5G-Diensten werde den Kunden Zugang zu "extremen Bandbreiten, ultraschnellen und sehr stabilen Reaktionszeiten sowie zu Milliarden von vernetzten Dingen geben", schreibt Salt. Beispielsweise ermögliche die Technologie das schnelle herunterladen von HD-Videos und neue VR- und AR-Anwendungen. Auch biete die 5G-Technologie neue Möglichkeiten in den Bereichen Network Slicing und der Verknüpfung von IoT-Geräten.
Der finnische Konzern ist bereits Netzwerkausrüster von Salt. Vor rund einem Jahr führte Salt am Hauptsitz 5G-Tests durch und meldete bei einer Präsentation den "Schweizer Speed-Rekord" mit einer Datenübertragungsrate von 4,567 Gbps. Diese Tests wurden bereits gemeinsam mit Nokia durchgeführt. Die Wahl des Konzerns ist somit wenig überraschend.
Nokia habe nicht nur durch die "fortschrittliche technologische Kompetenz überzeugt, sondern auch durch ihre Zuverlässigkeit und Sicherheit, die für private Kunden und Unternehmen in der Schweiz unerlässliche Kriterien sind", sagt Salt-CEO Pascal Grieder.
Frequenz-Auktion noch diesen Monat
Welche neue Frequenzen Salt künftig zur Verfügung stehen werden, ist noch offen. Die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen beginnt noch diesen Monat.
Im Vorfeld haben Salt, wie auch Sunrise und Swisscom Kritik an der Frequenzauktion geäussert, bei der es eine Bieterbeschränkung gibt. Swisscom könne die starke Finanzkraft nutzten, ein zu grosses Spektrum zu erstehen, meinen Sunrise und Salt. Swisscom wiederum argumentierte, die Bieterbeschränkung könne zur Folge haben, dass Swisscom, gemessen an der Anzahl Kunden, kein ausreichendes Frequenzspektrum erwerben könne. (kjo)

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