Nun denkt auch TSMC über den Standort Deutschland nach

26. Juli 2021, 13:23
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Der taiwanische Chiphersteller hat an seiner Haupt­versammlung angekündigt, den Bau einer Fabrik in Deutschland zu prüfen.

Diesmal ging es schnell. Noch Mitte Mai hatte TSMC ausrichten lassen, es gebe keine Pläne für ein Werk in Europa. Jetzt hat der Verwaltungsratsvorsitzende des weltgrössten Auftragsfertigers der Chipindustrie angekündigt, den Bau einer Chipfabrik in Deutschland ins Auge zu fassen.
An der Hauptversammlung in Taiwan habe Mark Liu erklärt, "wir befinden uns in der Vorphase der Prüfung, ob wir nach Deutschland gehen sollen". Es ist noch sehr früh, aber "wir evaluieren es ernsthaft", zitiert das deutsche 'Handelsblatt' Liu. Man verhandle bereits mit mehreren Kunden, habe der Manager erläutert. Zudem werde auch der Bau eines Werks in Japan geprüft.
Laut dem Bericht hängt die Entscheidung für den Bau in Deutschland von Zuschüssen ab. TSMC will nicht nur die Kunden zur Kasse bitten, sondern auch den Staat. Man strebe eine Teilung der Kosten an, habe Liu betont.
Dass Fördergelder erwartet werden, ist nicht ungewöhnlich. Zuletzt hatte beispielsweise Intel den Bau von Chipproduktionen in Europa an finanzielle Unterstützung gekoppelt. Auch Intel nannte Deutschland als möglichen Standort. Dabei verwies der Chip-Hersteller auf Asien, wo um 40% billiger produziert werden könne als in Europa. Dies liege insbesondere an den Subventionen, die seit vielen Jahren zur Industriestrategie der asiatischen Regierungen gehörten. 
Doch während bei Intel die EU involviert ist, gilt das nicht für die Taiwaner. Die EU-Kommission sei nicht in die Verhandlungen mit TSMC eingebunden und wolle sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht dazu äussern, heisst es denn auch in dem Bericht.

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