Der viel kritisierte Elektronik-Händler wirft definitiv das Handtuch.
Nachdem bereits diverse verärgerte Kunden in Blogs auf den Konkurs des Online-Händlers Enovo.ch hinwiesen, hat ihn nun das Konsumentenmagazin
'Espresso' publik gemacht. Das Konkursverfahren gegen den Enovo-Chef Timo Nothhelfer wurde bereits am 22. Oktober eröffnet. Enovo.ch war auf Elektronik-Handel spezialisiert.
Nachdem zunächst die Bestellmöglichkeiten lahmgelegt worden waren, ist inzwischen die Webseite des Internethändlers nicht mehr erreichbar. Zahlreiche Kunden sollen vor offenen Forderungen stehen. Enovo, wo zuletzt noch ein Mitarbeiter angestellt war, hatte schon lange mit seinem Geschäftsgebaren für Unmut, Frust und Reklamationen in jeder erdenklichen Form gesorgt.
Ktipp warnten in den letzten Monaten immer intensiver vor dem Einkauf bei Enovo.
Dabei war das 2007 gestartete Unternehmen in der
Lokalpresse zunächst gefeiert worden, für sein breites Angebot von über 350 Markenhandys. Tempi passati. Heute stapeln sich beim Betreibungsamt in Tägerwilen mehr als hundert offene Forderung, die jedoch seit der Konkurseröffnung aufgehoben sind. Betroffene müssen ihre Aussenstände erneut beim zuständigen Konkursamt in Frauenfeld geltend machen. Gegen Nothhelfers Firma sollen inzwischen auch diverse Anzeigen erstattetet worden sein.
Der Firmengründer betreibt derweilen mit Severin Vonlanthen weiter eine schon 2006 ins Handelsregister eingetragene Agentur für Web- und Printdesign namens Youngdesign. Die aber, wie er im Mail an inside-channels.ch festhält, "keine Verbindungen ausser den Eigentümern" miteinander haben: "Die Enovo AG war im Handel mit Unterhaltungselektronik tätig und die Youngdesign GmbH ist eine Webdesign- und Werbeagentur. Die Youngdesign GmbH ist dadurch nicht vom Konkurs der Enovo AG betroffen und auch nicht darin involviert." (Volker Richert)