Post-Lieferroboter leben vorerst nur Indoor weiter

4. März 2019 um 10:51
  • innovation
  • die post
  • gesetz
image

Die Post führt die 2016 begonnenen Tests nicht weiter.

Die Post führt die 2016 begonnenen Tests nicht weiter. Nun liegt ein Abschlussbericht über die Tests vor, wie die 'NZZ' heute schreibt.
Weil die Roboter von einem Menschen begleitet werden müssen, würden weitere Tests für die Post keinen Sinn ergeben, sagte Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post in einem Interview mit der 'NZZ'. Das Unternehmen stehe aber mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) im Austausch, um "bessere gesetzliche Rahmenbedingungen" zu schaffen.
Wesentliche Zwischenfälle hat es laut dem Bericht nicht gegeben, aber vereinzelte Praxisprobleme. So hätten die Roboter ohne Hilfe teilweise die Strasse nicht rechtzeitig überqueren können, zitiert die 'NZZ ' aus dem Bericht. Auf einem Fussgängerstreifen in Zürich kam es demnach zu einem Zwischenfall, der ohne Eingriff des Aufpassers "zu einer gefährlichen Situation hätte werden können". Die Ampel für Autos stand bereits auf Grün, als der Roboter den Fussgängerstreifen noch nicht fertig überquert habe.
Die Post hatte die Lieferroboter des estnischen Marktpioniers Starship Technologies als eines der ersten Unternehmen in Europa getestet. 2016 absolvierten diese an verschiedenen Orten rund 1000 Kilometer auf 200 Zustelltouren unfallfrei. Danach folgten 2017 und 2018 Tests ebenfalls ohne Unfälle in Zürich und Dübendorf mit gegen 200 Fahrten und 800 Kilometern. Seit Januar 2018 fanden keine Versuche mehr statt. Ursprünglich rechnete die Post mit ersten kommerziellen Einsätzen der Lieferroboter im laufenden Jahr.
Im Indoor-Bereich will die Post die Lieferroboter aber weiter testen. In grossen Gebäuden, bei denen längere Strecken zurückgelegt werden müssten, könnten diese eine gute Lösung sein, sagte Pletscher der Zeitung. Getestet würde bei der Post selbst und es gebe auch bereits einige Projekte mit Partnern. Dazu könne das Unternehmen aber erst in einigen Wochen mehr sagen. (kjo/sda)

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

BFH-Spinoff Tomyra AI entwickelt KI für sensible Daten

Das Bieler Spinoff baut KI-Umgebungen für Unternehmen und Organisationen mit sensiblen Daten. Alle sollen eine eigene Umgebung und ein individuelles Sprachmodell erhalten.

publiziert am 16.10.2026
image

Zürcher Startup Klarent sammelt 8 Millionen

Mit dem gewonnenen Startkapital will Klarent sein Team und seine Plattform für autonome Qualitätssicherung weiter ausbauen und bis in die USA expandieren.

publiziert am 12.10.2026
image

Berner KI-Startup Besso erhält 4 Millionen Franken

Mit seiner KI-Plattform hilft Besso multinationalen Konzernen bei der Bewältigung von komplexen internationalen Handelsvorschriften.

publiziert am 9.10.2026
image

Zürcher Namespace erhält 42 Millionen

Die Softwarefirma will mit dem eingeworbenen Kapital die Produktentwicklung vorantreiben und seine Rechenzentrumsstandorte ausbauen.

publiziert am 6.10.2026