Roland Brack: "Man muss die Chance beim Schopf packen"

18. September 2012, 07:36
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Ein Besuch im neuen Logistik-Gebäude der Competec-Gruppe und ein (langes) Hintergrund-Gespräch mit dem Firmengründer und -Besitzer Roland Brack.

Ein Besuch im neuen Logistik-Gebäude der Competec-Gruppe und ein (langes) Hintergrund-Gespräch mit dem Firmengründer und -Besitzer Roland Brack.
Wer gemütlich mit dem Zug von Luzern durch die Innerschweizer Voralpenlandschaft nach Willisau tuckert, sieht sich plötzlich nach Nordfrankreich versetzt. Aus einem riesigen Stahlgebäude auf einem für Schweizer Verhältnisse geradezu gigantischen Industriegelände steigt weisser Dampf auf, es gibt Schlote, Silos, Förderbänder und mehrere fussballfeldgrosse Hallen. Nein, das ist noch nicht die Willisauer Legofabrik, in der Roland Bracks Competec-Gruppe diesen Juni ihr brandneues Logistikzentrum eröffnet hat, sondern die Fabrik von Kronospan, in der der Output der Schweizer Wälder zu Böden verarbeitet wird.
Ein paar Minuten später passiert der kleine Zug besagte Fabrik. Auch sie ist eindrücklich und irgendwie für Willisau "zu gross". Zu gross ist das riesige, aus sechs Modulen bestehende Gebäude auch (noch) für die Logistik der Competec-Gruppe. Erst drei Module werden heute für die drei verschiedenen Läger des Distis Alltron und des E-Tailers Brack sowie für die Arbeitsplätze für Waren-Ein- und Ausgang benötigt. Aber genau darum hat Competec das Gebäude gekauft, betont Roland Brack (Foto) anlässlich einer Führung für inside-channels.ch durch das modernste Lager in der Schweizer IT-Szene. Bisher hat die Logistik das Wachstum von Competec immer wieder gehemmt - nun ist sie in Willisau bereit, um bis zu einem dreifach grösseren Volumen verarbeiten zu können, so Brack.
Man merkt es dem "Wunderkind" der Schweizer Disti- und E-Commerce-Szene (Foto) an: Er ist stolz auf sein neues Lager, stolz auf die riesigen Dimensionen und stolz darauf, mit dem hochautomatisierten "Autostore"-Kleinteilelager aus Norwegen das modernste, energiesparendste und rationellste Lagersystem der Schweizer IT-Szene überhaupt zu betreiben. In einigen Aspekten hat Brack allerdings nicht primär Geld sondern Hirnschmalz investiert. So wird die Competec-Logistik noch immer von der selbst weiterentwickelten Software auf Basis von Navision gesteuert. Eine - verglichen mit SAP - wohl eher "billige" Lösung.
Hoher Automatisierungsgrad - noch Kinderkrankheiten
Eindrücklich ist der Automatisierungsgrad im Willisauer Lager. Menschen trifft man beim Wareneingang, bei den Arbeitsplätzen für die Einlagerung im Kleinteilelager und beim Warenausgang, wo die fertigen Lieferungen an Händler und Endkunden die alte Legofabrik wieder verlassen. An allen anderen Orten waren der Firmenchef und der Journalist alleine mit den Robotern. Riesige, von Software gesteuerte Maschinen bringen und holen Paletten zu und von den 14'000 Palettplätzen im Hochregallager, während im Kleinteilelager Dutzende von Roboterchen lautlos und ameisenartig aus heute noch 60'000 bald aber 80'000 Plastikkistchen die richtigen herausziehen und an die Ausgabestellen bringen.
Selbst die Bereitstellung der Luftkissen an den Verpackungsstellen für grössere Pakete (es hat natürlich auch vollautomatische Verpackungsautomaten für kleine Päckli) ist automatisiert. Das heisst: Hätte automatisiert sein sollen, wenn nicht Kinderkrankenheiten das maschinelle Aufblasen und Transportieren der Plastikpolster gestört hätten. Roland Brack verschwieg im Rundgang nicht, dass das komplexe System da und dort noch verbessert werden muss. So bringt das Autostore-Kleinteilelager die Plastik-Boxen noch in einem zu langsamen Rythmus an die Arbeitsplätze.
Die Logik hinter dem Risiko
Die Competec-Gruppe hat ungefähr 15 Millionen Franken in die Logistik-Technik und eine unbekannte Summe in das Gebäude investiert und besitzt heute ein Lager mit einem Wert von ungefähr 40 Millionen Franken. Ist das Risiko bei solch grossen Investitionen noch beherrschbar? Roland Brack im Gespräch mit inside-channels.ch.
Competec hat die Logistik im Sommer neu in Willisau zusammengefasst. Was sind die ersten Erfahrungen dem neuen Lager samt dem topmodernen 'Autostore' System?
Roland Brack: Wir hatten zwar einige Herausforderungen zu meistern, aber wir sind nach wie vor überzeugt, dass unser Konzept für uns stimmt.
Was muss ich mir unter den Herausforderungen vorstellen?
Roland Brack: Es galt, kleinere Probleme zu meistern. So hat die Produktion der Luftpolster nicht richtig funktioniert. Das ist zwar nur ein kleines Detail, aber ein wichtiges, denn ohne Luftpolster kann man keine Ware verpacken. Und so wie die Luftpolster-Behälter aufgehängt sind, kann man auch nur sehr schlecht mit Handarbeit eingreifen.
In der Planung haben wir viel über das Kleinteilelager und Autostore diskutiert und die Fördertechnik ziemlich entspannt betrachtet. Wir haben sie ein bisschen wie eine Märklin-Eisenbahnanlage betrachtet, die dann schon zum Laufen komme. Bei der Inbetriebnahme hatten wir mit der Fördertechnik dann aber deutlich mehr Sorgen als mit Autostore. Das Zusammenspiel der verschiedenen Anlagen ist komplex.
Endausbau bis 2018
Wie weit ist die neue Logistik-Anlage nun ausgelastet?
Roland Brack: In unserer Logistik-Planung ist der Endausbau des Lagers in Willisau für etwa 2018 vorgesehen. Wir wollen das dreifache des heutigen Volumens verarbeiten können, ohne erneut auf der grünen Wiese beginnen zu müssen. In einzelnen Teilen des Lagers zeigt sich nun, dass die Auslastung heute etwas höher ist, als wir geplant haben. So auch beim Autostore, bei dem wir mehr Behälter brauchen, als wir geplant haben. Denn gewisse, gut laufende Artikel belegen mehr Boxen als wir gedacht haben.
Ist der Betrieb des neuen, hochmodernen Lagers kostenmässig verantwortbar? Haben Sie die erwarteten Einsparungen erzielen können?
Roland Brack: Die Frage kommt etwas zu früh. Wir sind nun in einer Phase, in der wir in den stabilen Betrieb übergehen und es gibt noch Probleme zu beheben. Mit jedem Problem, das die Lieferanten beheben, schaffen sie auch ein neues... Wir werden erst einen ruhigen Betrieb haben, wenn alle Fehler behoben sind. Noch haben wir zu viele Sonderaufwendungen, zum Beispiel weil unsere Mitarbeitenden warten müssen, weil die Leistung der Anlage noch zu gering sind.
Trotzdem kann man schon Effekte erkennen. Wir haben heute bei der Kommissionierung fünf oder sechs Leute, in Mägenwil waren es bei der Kleinteilekommissionierung 20 Mitarbeitende. Wir haben Personal eingespart, haben im Gegenzug aber Investitionen gestätigt und müssen die Anlage unterhalten.
In der Branche betrachtet man die Investition in das Autostore-System und das riesige Gebäude in Willisau als Risiko. Florian Teuteberg von Digitec sagt zum Beispiel, er habe noch nie ein passendes System für so unterschiedliche Produkte wie sie Digitec (und Brack) haben, gefunden. Sind Sie einfach risikofreudiger als andere oder gibt es Überlegungen, die andere nicht gemacht haben?
Roland Brack: Ich könnte die Aussage von Florian Teuteberg genauso machen. Auch wir haben vor 2012 zum Glück nie in ein voll automatisiertes Lager investiert. Der Entscheid wäre immer falsch gewesen. Doch wir kamen zu einem Punkt, an dem wir keine Alternative mehr hatten, weil wir das Volumen einfach nicht mehr bewältigen konnten.
Digitec hat weniger verschiedene Artikel am Lager als wir, was die Handhabung ein bisschen einfacher macht. Und weil sie vor allem Endkunden bedienen, haben sie vor allem Ein-Pick-Aufträge, die einfacheres Picken ermöglichen.. Die Herausforderung bei uns ist, dass Händler mehrere Artikel zusammen bestellen, die sortiert werden müssen.
Zudem muss man die Chance, auf der grünen Wiese eine neue Anlage zu realisieren, beim Schopf packen und auf neueste Technologie setzen. Trotz der Risiken. Hätten wir eine andere, ältere Anlage gehabt, hätten wir sie wohl nicht abgerissen. Aber wir konnten auf der grünen Wiese starten.
Sie brauchen heute aber erst etwa die Hälfte der riesigen Legofabrik. Das sieht wie eine voreilige Investition aus...
Roland Brack: Wir haben nun eine hervorragende Ausgangslage. Bisher hatten wir immer zu wenig Platz und pfiffen in Sachen Logistik - übertrieben gesagt - aus dem letzten Loch.
Dass die Anlage auf die dreifache Kapazität geplant ist, bedeutet nicht, dass sich die Investition erst bei Vollauslastung auszahlt. Wenn die Anlage ganz ausgelastet ist, wird sie einfach noch rentabler.
15 Millionen Franken für die Logistik
Wieviel haben Sie in die Willisauer Anlage investiert? Die Legofabrik war dem Vernehmen nach nicht mehr sehr teuer...
Roland Brack: Wir haben in den Umbau und in die Anlagen hier etwa 15 Millionen Franken investiert. Über den Preis des Gebäudes geben wir keine Auskunft.
Wie findet man das Kapital für eine solche Investition?
Roland Brack: Man geht betteln. Im Ernst: Ich musste auch dazulernen. Keine einzelne Bank finanziert ein solches Projekt, sondern ein Bankenkonsortium. Wir haben drei Banken gefunden, die mitgemacht haben.
Bisher ist die Competec-Gruppe jedes Jahr stark gewachsen. Nun stagniert der UE-Handel in der Schweiz aber. Was macht Sie so optimistisch, dass Brack und Alltron weiter wachsen werden? Werden Sie Mitbewerbern Marktanteile abjagen oder werden sie eher in neue Marktsegemente einsteigen?
Roland Brack: Nicht nur der UE-Handel stagniert. Auch das Komponentengeschäft, aus dem wir ursprünglich herkommen, schrumpft. Rechnet man den Apple-Effekt heraus, so ist der IT-Markt eher rückläufig.
Seit Jahren ist absehbar, dass das Assemblierer- und Komponentengeschäft nicht mehr wachsen wird. Deshalb haben wir mehr und mehr diversifiziert. Heute können wir sagen, dass unsere Strategie Sinn gemacht hat.
Es gibt zwei Wege. Entweder akzeptiert man, dass der Markt kleiner wird und lebt damit. Oder dann geht man den Weg nach vorne und versucht, neue Märkte zu erschliessen. Bei allen Übernahmen, die wir getätigt haben, wie auch bei allen neuen Marktsegmenten, in die wir eingestiegen sind, gab es Synergien.
Als Handelsfirma hat man zwei Wachstums-Dimensionen: Kunden und Artikel. Kommt man bei einer Übernahme zu mehr Kunden, gibt es Potential auf der Seite Artikel, hat man mehr Artikel, kann man den bestehenden Kunden mehr verkaufen. Wenn man das Absatzpotential in beide Richtungen erweitern kann, entstehen Synergien, so dass eins + eins eben nicht zwei, sondern auch mal 2,2 ergibt.
So kauft ein TradeUp-Kunde heute bei uns nicht nur Software und ein Phonet-Kunde nicht nur Telekommunikationsprodukte ein. Das ergibt spannende Kombinationen.
"Und Migitec"?
Mit dem Einstieg der Migros bei Digitec entsteht ein Konkurrent zu Brack, der potentiell Marketing-Power ohne Ende hat. Was ist Ihre Strategie?
Roland Brack: Ich bin nicht der Typ, der versucht, etwas nachzuahmen. Manchmal verhalten wir uns bewusst anders und gehen eigene Wege. Dass Digitec nun ein Online-Warenhaus aufbauen will, wird für uns vielleicht neue Möglichkeiten schaffen. Mit einem Online-Warenhaus wird Digitec nicht mehr im genau gleichen Geschäft sein wie wir, weil wir uns auf Elektronik konzentrieren.
Eben habe ich aber im Hochregallager einige Kugelgrille gesehen.
Roland Brack: Mit Saisonartikeln, die einen technischen Hintergrund haben, können wir unsere technische Kompetenz beweisen und bei den Kunden andere, zusätzliche Bedürfnisse abdecken.
Wir wollen durchaus in neue Segmente vorstossen. Im Kern unserer Strategie liegt aber der Handel mit elektronischen Produkten und in der Erweiterung mit technischen. In einem Online-Warenhaus wird jede Art von Produkt angeboten, was nicht unserer Stärke entspricht.
Es ist absehbar, dass alle Elektronik-Händler, von Media Markt über Migros bis zu Interdiscount ihre E-Commerce-Kompetenz verbessern werden. Brack Electronics wird damit den Vorsprung vor der Konkurrenz verlieren. Wie reagieren Sie?
Roland Brack: Ich denke, der Markt wird tatsächlich schwieriger für uns. Güter des täglichen Bedarfs wird man in Zukunft vielleicht wieder mehr in der Nähe, vielleicht sogar im Dorfladen, einkaufen. Aber spezielle, technische und ausgefallene Waren wird man noch mehr im Internet kaufen. Verlierer werden primär die Shopping Centers sein. Ich bin überzeugt, dass man im Internet für komplizierte Produkte ein besseres Einkaufserlebnis bieten kann als in einem Laden. Nicht nur wegen den technischen Möglichkeiten - man kann zum Beispiel Produkteinformationen mit Filmen vernetzen und den Austausch unter den Kunden in Foren fördern, sondern weil es unbezahlbar wird, kompetente Leute, die wirklich beraten können, in einem Laden zu haben.
Und die Distribution?
Auf der anderen Seite gibt es mit Alltron in der Competec Gruppe auch den viertgrössten Distributor in der Schweiz. Mir scheint Ihre Situation recht ungemütlich. Im Online-Handel gibt es den Druck der Grossverteiler, in der Distribution sind Ihre Konkurrenten multinationale Riesen wie Tech Data oder Also. Kann man in der Distribution noch weiter wachsen?
Roland Brack: Unser Modell kommt im Channel gut und sogar zunehmend besser an. Früher gab es Vorbehalte gegen uns, weil wir kein reiner Distributor sind. Unterdessen entwickelt sich aber auch eine Also-Actebis mit dem Kauf von NRS Printing Solutions in diese Richtung. Wir sind immer weniger ein "Politikum".
Gerade kleinere Hersteller arbeiten immer schon gerne mit uns zusammen, weil sie bei einem Besuch alle Themen besprechen können. Mit wachsendem Druck schätzen dies immer grössere und wichtigere Hersteller. Sie finden es einfacher, mit uns zusammenzuarbeiten.
Als Distributor ist man vom Support der Hersteller stark abhängig. Da sind die Türen für uns zunehmend offen. Ein Hersteller wie Dell wird sich wohl gut überlegt haben, mit wem er arbeiten will.
Was kann man von Alltron erwarten? Bleibt es beim bestehenden Geschäftsmodell in den nächsten Jahren?
Roland Brack: Die Branche sieht sich mit einem schrumpfenden Markt und Margen, die kaum mehr Spass machen, konfrontiert. Mit zunehmendem Kostendruck wird die Frage nicht sein, welche Leistungen wir ausbauen, sondern ob wir alle Leistungen weiterhin erbringen können. Bei schrumpfenden Umsätzen ist man ja eher gezwungen, Personal abzubauen. Natürlich wird es aber auch neue Kompetenzen und neue Produktlinien geben. Grundsätzlich wird es aber eine Herausforderung sein, die bestehenden Leistungen zu halten.
So haben wir bekanntlich letzte Woche kommuniziert, dass wir das Assembling zu Steg auslagern.
Alle Distributoren weltweit wollen unbedingt 'value added distributor' sein. Alltron scheint mir der einzige Distributor in der Schweiz zu sein, der nicht "auch ein VAD" sein will.
Roland Brack: Auch wir machen Zertifizierungen und sind im Telekommunikationsbereich durchaus ein VAD. Auch das Panasonic-Geschäft, das wir nun ausbauen, geht in diese Richtung. Trotzdem werde ich mich davor hüten, zu behaupten, wir würden nun zu einem Super-VAD. Das reine Beratungsgeschäft ist sicher nicht unsere Stärke.
Die Erfahrungen mit Dell - leben ohne Apple
Sind Sie zufrieden mit den Erfahrungen mit Dell?
Roland Brack: Ich denke es ist eine Stärke von uns, dass wir auch mit einem Hersteller umgehen können, mit dem sich die logistischen Prozesse erst einspielen müssen. Wir haben eine fruchtbare Zusammenarbeit, weil wir unsere Stärken einbringen und den Markt zusammen erschliessen können. Vielleicht ist der Weg etwas steiniger als wir erwartet haben, aber ich denke, das liegt in der Natur der Sache.
Wir werden vielleicht nicht immer der einzige Distributor von Dell sein, aber wir haben zumindest einen Vorsprung.
Kann ein Händler und Distributor in der Schweiz ohne Apple-Produkte leben?
Roland Brack: Die Frage ist viel eher, ob man mit Apple-Produkten leben kann. Man kann mit Apple vielleicht Umsatz machen, aber man wird vor allem Transaktionen machen und nichts dabei verdienen.
Für uns hat die Geschichte von Competec bisher drei Phasen: Der Aufbau als Komponenten-Disti und E-Fachhändler, dann der Zukauf einer ganzen Reihe von Firmen und jetzt als dritte Phase die grosse Investition in Willisau. Wie sieht die vierte Phase aus?
Roland Brack: Wir sehen uns als Sammlung von Online-Fachhandels-Welten. Wir wollen nicht von allem ein bisschen etwas haben, sondern dort, wo wir aktiv sind ein in sich stimmiges Sortiment aufbauen und kompetent wirken. Nehmen wir das Beispiel Grill: Wir haben nicht einfach fünf Aktions-Grille, sondern haben ein Sortiment aufgebaut, mit dem wir viele Läden übertreffen können.
Wir wollen in noch mehr Segmenten, wir denken in "Sortimentswelten", so stark sein. Ich bin überzeugt, dass sich die Umsätze von Warenhäusern und Shoppingcentern in den Online-Handel verlagern werden. Das Internet ermöglicht einen hochspezialisierten Fachhandel von technischen Produkten.
Was bedeutet dies für die Distribution?
Roland Brack: In der Distribution können wir vielleicht nicht so viele Bereiche aufbauen, gehen aber ähnlich vor. In der Telekommunikation zum Beispiel sind wir mit Panasonic, Alcatel, Gigaset und anderen Herstellern gut aufgestellt. Telekommunikation ist ein Bereich, in dem es Fachhandel braucht. Die VARs brauchen einen Partner, der sich um die Logistik kümmert.
Wenn ich zusammenfasse: Competec wird in den nächsten Jahren das gleiche wie bisher machen - einfach mit besserer Logistik?
Roland Brack: Das passt durchaus zusammen. Wir sind in einer guten Position. Wir sind ein nationaler, spezialisierter Player, der sich über bestimmte Leistungen und sein Sortiment differenziert. Wir müssen daran arbeiten, dort wo wir stark sind, stark zu bleiben und dürfen uns nicht verzetteln. (Christoph Hugenschmidt)
(Foto: Roland Brack erklärt die Autostore-Anlage. Diese ist luftdicht abgeschlossen, da der Sauerstoff-Gehalt der Luft im Autostore zwecks Brandschutz gesenkt ist.)
(Interessenbindung: Die Competec-Gruppe ist ein wichtiger Kunde unseres Verlags und Alltron geschätzter "Gold Sponsor" von inside-channels.ch.)

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