2020 war bei SAP weniger schlimm, als befürchtet

15. Januar 2021, 13:04
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Trotz leichtem Minus schliesst der Konzern besser als erwartet ab. Für 2021 rechnet SAP mit einer Stagnation bei den Softwareabos.

Europas grösster Softwarehersteller SAP hat ein schwieriges Jahr mit einem guten Schlussquartal beendet. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis sank zwischen Oktober und Ende Dezember gegenüber dem Vorjahreswert um nur 3% auf 2,77 Milliarden Euro.
Dies teilte das DAX-Schwergewicht am 15. Januar in Walldorf auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Das Ergebnis ist deutlich besser, als von Analysten geschätzt worden war, weil vor allem die Lizenzverkäufe im vierten Quartal nicht so stark fielen, wie in der Corona-Krise befürchtet.
Der Quartalsumsatz insgesamt sank um 6% auf 7,54 Milliarden Euro. Den kompletten Finanzbericht legt SAP am 29. Januar vor. Im immer wichtiger werdenden Cloudgeschäft sei es trotz neuer Lockdowns in vielen Ländern gelungen, "einen eindrucksvollen Schlusspunkt für das Jahr zu setzen". Die Clouderlöse stiegen währungsbereinigt um 13%.
Die Walldorfer lieferten auch bereits den Ausblick auf das laufende Jahr. Das Management um Konzernchef Christian Klein hatte bereits im Oktober vor den Folgen der Corona-Pandemie gewarnt, welche die Nachfrage bis mindestens zur Jahreshälfte belasten dürften.
Nun rechnet der Konzern damit, dass die Erlöse mit dem Verkauf von Softwareabos und Lizenzen 2021 stagnieren oder maximal bis um währungsbereinigt 2% zulegen. Darunter traut SAP der schnell wachsenden Software im Cloud-Bereich allerdings ein Wachstum von 13 bis 18% zu. Das bereinigte operative Ergebnis plant das Management mit 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro ein – das wäre ein Rückgang zwischen 1 und 6%.

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