Schweizer Startup kombiniert Covid-Zertifikat-Scan mit Gesichtserkennung

3. November 2021, 14:32
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Trotz der umstrittenen Gesichtserkennungstechnologie weist der "Covid-3G-Checker" laut dem Entwickler Ava-X keine Datenschutzprobleme auf.

Das Winterthurer Startup Ava-X hat eine aus Software und der dazugehörigen Hardware bestehende Lösung zum Scannen von Covid-Zertifikaten entwickelt, welche Gesichtserkennung miteinbezieht. Der "Covid-3G-Checker" soll vor allem Zutrittskontrollen an Orten effizienter machen, an denen immer wieder die gleichen Personen geprüft werden müssen. Das können beispielsweise regelmässige Events wie Kurse sein oder auch Hotels, in denen die Urlauber längere Zeit bleiben. Als potenzielle Abnehmer sieht Ava-X auch Unternehmen, die eine Zertifikatspflicht einführen.
Das Stichwort "Gesichtserkennung" lässt bei vielen um ihre Privatsphäre besorgten Personen die Alarmglocken läuten. Ava-X versichert aber, dass die in Winterthur entwickelte Lösung datenschützerisch unbedenklich sei.
Bei der ersten Prüfung einer Person wird der Ausweis gescannt und danach das Covid-Zertifikat. So wird die Identität des Besuchers sichergestellt. Gleichzeitig wird das Gesicht aufgenommen und aus dem Bild eine Gesichtssignatur für die spätere Wiedererkennung der Person erstellt. Bei weiteren Besuchen fällt das Scannen des Ausweises und des Zertifikats weg, das Gesicht dient dann sozusagen als Ausweis und Zertifikat in einem.
Nachdem die erste Überprüfung abgeschlossen ist, werden laut Ava-X sämtliche persönlichen Daten gelöscht und nur die Gesichtssignatur der Person lokal und geschützt abgelegt. Das Gesicht des Users oder Kunden werde dadurch zum anonymen Schlüssel. Rückschlüsse auf die Identität der Person seien aber so nicht möglich.
Interessenbindung: Ava-X ist ein Tochterunternehmen des Winterthurer Softwareunternehmens Deep Impact, dem auch die Winsider AG, der Verlag von inside-it.ch und inside-channels.ch, gehört.

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