Smart-Home-Nutzung steigt weiterhin nur langsam

21. August 2020 um 13:42
  • schweiz
  • politik & wirtschaft
  • studie
  • channel
image

Die Coronakrise hat der Verbreitung von Smart-Home-Geräten weder genutzt noch geschadet.

Von vernetzten Geräten für den Haushalt ist schon seit über 20 Jahre die Rede und der Begriff "Smart Home" ist fast ebenso alt. Aber trotz eines anfänglich grossen Hypes war die Nachfrage bei Konsumenten nicht so gross, wie dies einige erwartet hatten.
Dies hat sich auch durch die Coronakrise nicht wesentlich geändert, wie eine Umfrage des Handwerkerportals Ofri zeigt, auch wenn die Verbreitung von Smart-Home-Geräten in der Schweiz steigt. Gemäss Ofri nutzen dieses Jahr 32,5% der 339 Befragten ein Smart-Home-Gerät. Bei einer entsprechen Umfrage im letzten Jahr waren es 22%. 69,3% der Befragten sagten, dass sie schon von Smart Home gehört haben. Dies sind 12,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Am häufigsten nutzen die Befragten vernetzte Beleuchtungssysteme, Musikanlagen und Fernseher. Dagegen sind vernetzte Geschirrspüler, Rauchmelder, Backöfen oder Waschmaschinen kaum verbreitet (siehe Grafik). Dies ist laut Ofri das gleiche Ergebnis wie vor einem Jahr.
image
Nur 10,5% der Befragten beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten ein Smart-Home-Gerät zu kaufen. Als Hauptgrund dafür, keine solchen Geräte zu kaufen, gaben die Teilnehmer an, dass sie in einer Mietwohnung leben, dass die Umbaukosten zu hoch wären oder dass sie keinen Nutzen sehen.
Insgesamt 16,2% der Teilnehmer finden Smart Home zudem technisch zu komplex.
Für Informatiker dürfte dies allerdings nicht gelten. Ein Befragter sagte laut Ofri: "Erst die Verknüpfung der Smart-Home-Geräte macht das System intelligent. Normale Anwender werden dies nie nutzen können. Als Informatiker ist das Potenzial weitestgehend nutzbar."
Die Befragung wurde von Januar bis August durchgeführt, also vor und nach dem Einsetzen der Corona-Krise. Diese bewirkte aber laut Ofri keine Trendwende bei den Antworten. "Wir haben die Daten verglichen", erklärt Corina Burri von Ofri, "und es gab keinen Anstieg im Besitz von Smart-Home-Geräten nach dem 16. März 2020."

Loading

Mehr zum Thema

image

90% der VMware-Kunden erwägen Wechsel

Steigende Lizenzkosten und weniger Wahlfreiheit bei den Produkten sind Gründe für die langjährigen VMware-Kunden, sich nach Alternativen umzusehen.

publiziert am 7.10.2026
image

Schweizer Firmen zahlen für digitale Abhängigkeit

Der Ruf nach digitaler Souveränität wird auch in der Schweizer Wirtschaft laut. In der Praxis zahlen Firmen heute viel Geld für die Abhängigkeit von grossen IT-Anbietern.

publiziert am 7.10.2026
image

SAP übernimmt KI-Firma Techwolf

Der Softwarekonzern will sein HR-Portfolio um die KI-Technologie des belgischen Anbieters erweitern. Techwolf erlaubt Arbeits- und Kompetenzplanung sowie Talentmanagement.

publiziert am 7.10.2026
image

Region Rorschach nimmt IT-Plattform in Betrieb

Die Informatikdienste Region Rorschach betreiben mittlerweile die IT der Stadt Rorschach und der Gemeinde Rorschacherberg. Ende Monat folgt die Gemeindeverwaltung Goldach.

publiziert am 7.10.2026