Spesen-Abrechner Pleo ist nun ein Unicorn

6. Juli 2021, 14:53
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Das dänische Startup hat neues Geld erhalten und wird speziell im deutschen Markt auf das Schweizer Startup Yokoy treffen.

Das 2019 gegründete Zürcher Fintech Yokoy ist Ende 2020 nach Österreich und vor kurzem auch nach Deutschland expandiert. Dort wird der Anbieter einer Spesen- und Kreditkarten-Abrechnungs-Lösung für Unternehmen auf einen auf dem gleichen Gebiet tätigen Konkurrenten aus Dänemark treffen: Pleo. Das dänische Startup wurde 2015 gegründet und ist damit etwas älter als Yokoy. Und gegenwärtig wohl auch einiges finanzkräftiger.
Wie die 'Süddeutsche Zeitung' (SZ) exklusiv berichtet, haben die Dänen in einer Finanzierungsrunde rund 150 Millionen Dollar einsammeln können. Die Bewertung des Fintechs steige damit nach eigenen Angaben auf insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar an. Mit einem Wert von über einer Milliarde Dollar ist Pleo also nun ein Unicorn.

Deutschland als Schlüsselmarkt

Pleo bietet eine Spesen-Buchhaltungssoftware inklusive "intelligenter" Firmenkreditkarte an. Firmenangestellte können Spesen mit der Bankkarte bezahlen und dann in einer App den Beleg fotografieren. Die Verbuchung und Abrechnung übernehme die Software automatisch, so Pleo.
Deutschland sei ein Schlüsselmarkt für die Dänen, schreibt die 'SZ'. In Berlin sei Pleo bereits seit 2019 vertreten und wolle dem Standort in der weiteren Expansion eine besondere Position einräumen. Von den insgesamt 330 Mitarbeitenden arbeiten bereits bis zu 40 in Berlin, künftig sollen es doppelt so viele sein.
"Deutschland ist der zweitwichtigste Markt nach Grossbritannien, und aktuell kommen 25 Prozent unseres Neugeschäfts aus Deutschland", wird Jeppe Rindom, Mitbegründer und CEO von Pleo von der 'SZ' zitiert.
Pleo ist gegenwärtig in Europa in 7 Ländern aktiv, die Schweiz ist noch nicht darunter. Mit dem neuen Kapital sollen nun aber weitere Märkte erschlossen werden, so die deutsche Tageszeitung. 

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