Suse ist an der Börse

19. Mai 2021, 12:17
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Der Linux-Anbieter wurde mit weniger Kapital bewertet als erwartet.

Die Aktien von Suse sind bei ihrem Börsendebüt in Frankfurt auf eine Berg- und Talfahrt gegangen. Die Aktien gingen am 19. Mai mit 29,50 Euro in den Handel und damit unter dem Ausgabepreis von 30 Euro pro Aktie.
Im weiteren Verlauf fingen sich die Papiere etwas und lagen dann bei 30,30 Euro. Zum Ausgabepreis wurde das Unternehmen mit rund 5 Milliarden Euro bewertet. Noch im März war von einer Bewertung von 7 bis 8 Milliarden die Rede.
Suse-CEO Melissa Di Donato freute sich über den Gang auf das Parkett, mit dem sich Suse auch ein etwas vom Eigentümer und Finanzinvestor EQT aus Schweden löse: "Es ist ein historischer Tag für Suse."
Suse verzichtete zwar auf eine Aufstockungsoption, konnte aber auf starke Ankerinvestoren setzen. Allein der US-Investor Capital Research und der Staatsfonds von Singapur, GIC, zeichneten Suse-Papiere für zusammen rund 340 Millionen Euro. Dem 1992 gegründeten Unternehmen fliessen durch den Börsengang mehr als eine halbe Milliarde Euro zu, die in den Abbau der rund 1,2 Milliarden Euro hohen Schulden fliessen sollen.
Der Suse-Eigentümer EQT erhält durch den Börsengang bis zu 570 Millionen Euro. Nach dem Börsendebüt gehören den Schweden, die das Unternehmen 2019 für gut zwei Milliarden Euro übernommen hatten, weiterhin mehr als drei Viertel an Suse.
Für Di Donato ist der Börsengang ein Schritt zu mehr Freiheit und gleichzeitig eine "Akquisitionswährung", um künftig auch stärker über Zukäufe wachsen zu können. Sie zeichnete nach eigenen Angaben Suse-Aktien für mehr als 8 Millionen Euro.

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