Die Fluggesellschaften Lufthansa und Swiss führen für Kunden des Vielfliegerprogramms "Miles & More" ein digitales Gesichtserkennungssystem ein. Passagiere, die an diesem Biometrie-Programm teilnehmen, sollen künftig den Zugang zu Sicherheitskontrollen und Boarding-Gates an den Flughäfen Frankfurt und München kontaktlos passieren können.
Die Star Alliance, zu der die beiden Fluggesellschaften gehören, hatte die Entwicklung eines solchen Systems bereits
vor etwas mehr als einem Jahr angekündigt. Ursprünglich sollte die Technologie bereits ab März dieses Jahres ausgerollt werden, nun soll sie ab November für ausgewählte Flüge eigesetzt werden. An den Drehkreuzen Frankfurt und München sei hierfür eine spezielle Infrastruktur eingerichtet worden, heisst es in einer Mitteilung der Star Alliance, der Lufthansa Gruppe und der beteiligten Flughäfen.
Welche Komplikation in diesem Jahr für die Gesichtserkennung hinzugekommen ist, ist eigentlich klar: Die allgegenwärtigen Masken. Bei der Nutzung im Flughafen könnten die Reisenden ihre Masken, die sie im Terminal tragen müssen, aber auch während der biometrischen Identitätsüberprüfung anbehalten, sagt die Star Alliance. Die Identifikation der Passagiere werde dadurch nicht beeinträchtigt.
Die in "Star Alliance Biometrics" verwendete Lösung zur Identifizierung basiert auf der Facial-Recognition-Technologie der japanischen NEC Corporation.
Kunden von "Miles & More" können sich per sofort für "Star Alliance Biometrics" anmelden. Persönliche Daten – etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale – würden verschlüsselt und innerhalb der Plattform sicher gespeichert, versichert die Star Alliance. Die Speicherung persönlicher Daten werde auf ein "notwendiges Minimum" begrenzt.