Swisscom und der kommerzielle Anbieter der SCION-Technologie (Scalability, Control and Isolation On Next-Generation Networks) Anapaya wollen längerfristig zusammenarbeiten. Die dazu geschlossene Partnerschaft sieht das auf SD-WAN-Sicherheit spezialisierte Jungunternehmen als Wachstumsbeschleuniger und "Beweis dafür, dass SCION die Telekommunikationsbranche tatsächlich verändern wird". Das jedenfalls hält Martin Bosshardt, der CEO des ETH-Spinoffs Anapaya, in einer Mitteilung fest.
Bei Swisscom wird hervorgehoben, dass man "jetzt die Geschäftsvorteile von SCION auf die gleiche sichere Art und Weise wie herkömmliche MPLS- oder private Netzwerke, mit der Flexibilität und Offenheit des Internets, wie wir es heute kennen", anbieten könne.
Gemeint ist laut der Mitteilung, dass mit der an der ETH entwickelten Technologie "Netzwerkpfade von Ende zu Ende über mehrere Carrier auf der ganzen Welt hinweg individuell" gestaltet werden können. So könne kontrolliert werden, wohin Daten gelangen und geopolitische Hochrisikoregionen liessen sich vermeiden, wird versprochen. Zudem soll sich über das SCION-Protokoll in multinationalen Unternehmen mit Hyperkonnektivität die Wahl der Netzwerkpfade nach Verfügbarkeit, Kosten, Geschwindigkeit, Latenz und anderen Anforderungen optimieren lassen. Swisscom spricht von SCION-fähigen Business-Ökosystemen, die B2B-Kunden mehr Netzwerkflexibilität, Kontrolle und Zuverlässigkeit bieten.
Weiter streicht der Schweizer Telco heraus, einer der ersten SCION-Förderer zu sein. Man habe sich schon vor fast 10 Jahren zur Zeit der Erforschung und Entwicklung der Technologie an der ETH engagiert. Auch dazu, dass SCION zu einer tragfähigen Geschäftslösung wurde, habe man massgeblich beigetragen.