Der Schweizer Anbieter von Messaging- und Kommunikations-Lösungen Threema gibt den Einstieg der Beteiligungsgesellschaft Afinum Management bekannt. Über die Höhe der Beteiligung des Investors mit Sitz in München und Zürich wird keine Angabe gemacht. Die drei Gründer, Manuel Kasper, Silvan Engeler und Martin Blatter, bleiben mit "einem wesentlichen Anteil an der Gesellschaft beteiligt", wurde mitgeteilt.
"Afinum teilt unsere Werte und Ideale bezüglich der kompromisslosen Ausrichtung unserer Produkte auf Sicherheit und Datenschutz voll und ganz", sagt Threema-CEO Blatter. Das Unternehmen werde auch mit dem Investor im Rücken nach den bewährten Prinzipien weitergeführt.
Mit den neuen Ressourcen will Threema im B2B-Bereich ausbauen sowie über den deutschsprachigen Markt hinauswachsen, geht aus der Mitteilung hervor. Ausserdem erhoffen sich die Gründer "Freiräume für neue, visionäre Projekte", wie Blatter sagt.
Threema wolle in den nächsten Monaten den App-Quellcode vollständig offenlegen und reproduzierbare Builds ermöglichen, so das Unternehmen weiter. Dies erlaube es, die Sicherheit und Funktionsweise von Threema selbständig zu überprüfen und zu verifizieren, ob der veröffentlichte Quellcode mit der installierten App übereinstimme.
Gleichzeitig kündigt Threema eine neue Funktion an. Eine Multi-Device-Lösung werde künftig auf mehreren Geräten parallel nutzbar sein, auch am PC und unabhängig vom Smartphone und ohne personenbezogene Daten auf einem Server zu hinterlassen.
Gegründet wurde Threema im Jahr 2014 von 3 Softwareentwicklern. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen am Standort in Pfäffikon SZ rund 20 Mitarbeitende. 2016 wurde eine Messaging-App für Unternehmen lanciert. Threema Work wird von Firmen, Bildungsinstitutionen sowie Behörden eingesetzt –
etwa von der Schweizer Bundesverwaltung.