Threema bereitet Quantenverschlüsselung mit IBM Research vor

26. Februar 2026 um 13:44
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Illustration: Allison Saeng / Unsplash+

Durch die Partnerschaft mit IBM Research soll Post-Quanten-Verschlüsselung in das Chatprogramm integriert werden.

Der Schweizer Messenger-Anbieter Threema kündigt eine Partnerschaft mit IBM Research an. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Post-Quanten-Kryptographie in das Chatprogramm zu implementieren. Damit möchte Threema für zukünftige Bedrohungsszenarien gewappnet sein.
Klassische kryptografische Verfahren setzen darauf, dass gewisse mathematische Operationen – insbesondere die Faktorisierung grosser Zahlen – äusserst aufwendig zu lösen sind. Das könnte sich laut Threema mit dem Aufkommen von Quantencomputern ändern: Quantencomputer operieren mit Qubits, die mehrere Rechenzustände gleichzeitig annehmen. Dadurch wird ein Rechenraum zugänglich, der die Fähigkeiten von Supercomputern übersteigt. Dadurch könnten aktuelle kryptographische Verfahren geknackt werden.
Noch gebe es keine solchen leistungsfähigen und fehlertoleranten Quantencomputer, die dazu in der Lage seien, so Threema. Dennoch arbeite Threema an der Umsetzung einer Post-Quanten-Kryptographie (PQC), um sich vor zukünftigen Risiken zu schützen.
Forschende von IBM Research in Zürich entwickelten den ML-KEM (Module-Lattice-Based Key-Encapsulation Mechanism). Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) veröffentlichte 2024 diesen Algorithmus als einen von drei PQC-Standards. Mit der Expertise von IBM Research untersuche Threema, wie dieser PQC-Algorithmus in die Software integriert werden kann.

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