Update 2: HPE Service-Business geht an CSC

25. Mai 2016, 08:02
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HPE Services wird mit CSC fusioniert. Massiver Stellenabbau bereits angekündigt. Börse erfreut.

HPE Services wird mit CSC fusioniert. Massiver Stellenabbau bereits angekündigt. Börse erfreut. HPE Schweiz schweigt.
Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) spaltet das Dienstleistungsbusiness ab und konzentriert sich künftig vor allem auf das Hardware-Geschäft. Die Service-Sparte werde mit dem Unternehmen Computer Sciences Corp (CSC) verschmolzen, teilte HPE am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Der Service Arm von HPE stammt zum grossen Teil aus der 14-Milliarden-Dollar-Übernahme des IT-Dienstleisters EDS im Jahr 2008. und die Kernbankenlösung der Berner Kantonalbank.
Durch die Fusion entsteht ein in 70 Ländern vertretener Anbieter von IT-Services mit mehr als 5000 Kunden und einem Jahresumsatz in Höhe von 26 Milliarden Dollar. Die HPE-Aktionäre sollen nach dem Zusammenschluss, der bis März 2017 vollzogen werden soll, mit 50 Prozent an der vom bisherigen CSC-Chef Mike Lawrie geführten Gesellschaft beteiligt werden.
HPE-Chefin Meg Whitman wird einen Platz im Verwaltungsrat von CSC übernehmen. HPE war im November aus der Aufspaltung des einstigen Computer-Riesen und Silicon-Valley-Urgesteins Hewlett-Packard entstanden. Das Hardware-Geschäft mit Computern und Druckern wird seitdem bei der Schwestergesellschaft HP Inc. fortgeführt. Das Service-Business für die HP-eigene Hardware wird bei HPE bleiben.
Einsparungen von einer Milliarde, Börse erfreut
Die beiden Unternehmen rechnen mit Einsparungen nach der Zusammenlegung von rund einer Milliarde Dollar jährlich. Diese sind nur mit einem weiteren Stellenabbau zu erzielen.
Hewlett-Packard hat seit der Übernahme von EDS immer wieder Stellen abgebaut.
Die Börse reagierte vorerst erfreut auf den Deal. Die der Kurs der Aktien von HPE stieg im nachbörslichen Handel in den USA um zehn Prozent an, derjenige von CSC gar um 25 Prozent (!).
Gute Zahlen von HPE
Gleichzeitig meldet HPE überrachend gute Zahlen für das abgelaufene Quartal. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr 1,3 Prozent (in Dollar gerechnet) auf 12,7 Milliarden Dollar, der Gewinn auf 320 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Servern ist gemäss HPE in Landeswärungen um glatte zehn Prozent gestiegen.
Karten werden neu gemischt
Die Karten im IT-Geschäft werden in diesen Monaten völlig neu gemischt. Hewlett-Packard hat sich aufgespalten (hc / sda)
Update: HPE Schweiz: No Comment
(Update 1:) Wir haben uns nach Baden an die HPE-Veranstaltung Explore begeben, um Meinungen und Kommentare zur Fusion einzuholen. Das ist aber nicht ganz einfach. Die anwesenden Leute von HPE haben die Nachricht frühestens gestern Nacht erhalten. Viele der anwesenden Partner und Kunden haben sie noch gar nicht gehört und sich deshalb noch keine Meinung bilden können.
Dementsprechend haben HPE-Vertreter die Anweisung, sich nicht dazu zu äussern, und wie Mediensprecher Beat Welte gegenüber inside-channels.ch erklärte, ist HPE Schweiz noch nicht bereit, einen Kommentar zu diesem Vorgang abzugeben.
Die inoffiziellen Meinungen, die wir gehört haben, waren allerdings durchwegs positiv. Man glaubt, dass der Zusammenschluss der HPE-Services mit CSC den Zeichen der Zeit in der Ära der Digitalisierung folgt und sowohl HPE als auch dem mit CSC fusionierten Servicebereich zu mehr Agilität verhelfen wird.
(Update 2:) Die Reaktionen von einigen Partnern, mit denen wir sprechen konnten, sind ziemlich gelassen: "Das betrifft uns wenig." "Wir werden schauen". "Es dauert ja noch, bis die Trennung umgesetzt wird." Da die Nachricht für alle noch sehr neu war, wollte sich auch von den HPE-Partnern noch niemand offiziell zu dem Thema äussern. (Hans Jörg Maron)

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