Verschwenden Unternehmen Millionen wegen zuwenig BI?

7. August 2007, 14:20
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Unzureichende und inkonsistente Informationen als grösste Hürde für gute Entscheidungen.

Unzureichende und inkonsistente Informationen als grösste Hürde für gute Entscheidungen.
Nach dem Geschmack von Anbietern von Business-Intelligence-Lösungen sollten Unternehmen noch deutlich mehr ihrer Produkte einkaufen. Das ist logisch und legitim - dass IT-Abteilungen nicht immer wollen, natürlich ebenfalls. Information Builders, einer der Anbieter auf diesem Gebiet, versuchte durch eine Studie nachzuweisen, dass Unternehmen durch das die in neue BI-Lösungen gesteckten Investitionen auch viel Geld sparen könnten.
Die Umfrage wurde vom Marktforschungsauftrag Vanson Bourne unter 610 Managern in der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien und Holland. Gemäss der Studie sollen Mitarbeiter dieser Unternehmen im Schnitt pro Tag durchschnittlich 67 Minuten pro Tag mit der Suche nach Informationen verschwenden - wenn man dies hochrechnet, kommt man natürlich schnell auf sehr viel verschwendete Arbeitszeit und Kosten in Millionenhöhe für "ineffiziente Informationssuche".
Information Builders führt dies zu einem grossen Teil auf einen zu geringen Einsatz von Business Intelligence-Lösungen zurück. Im Durchschnitt würden nur 22 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage mitmachten, BI-Lösungen einsetzen, in der Schweiz sogar nur 7 Prozent und in Deutschland 12 Prozent. Diese Zahlen scheint, verglichen mit anderen Studien, sehr, sehr tief. Aus den uns vorliegenden Unterlagen geht dies leider nicht hervor, aber wir nehmen an, dass hier nur unternehmensweit eingesetzte und einheitliche Systeme gezählt wurden, und veile andere Tools, die man gemeinhin unter dem begriff BI mitzählt, ausgeklammert wurden.
Information Builders argumentiert weiter, dass genau solche Systeme vor allem auch die Qualität von Entscheidungen verbessern würden. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten glauben gemäss Vanson Bourne ebenfalls, dass eine unternehmensübergreifende Lösung mit Zugriff auf alle Information dabei helfen würde, bessere Entscheidungen zu treffen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten glauben aber, dass eine unternehmensübergreifende Lösung mit Zugriff auf alle Information dabei helfen würde, bessere Entscheidungen zu treffen. 54 Prozent der Befragten (in der Schweiz allerdings nur 43 Prozent) stimmten der Aussage zu, dass "unzureichende, inkonsistente und unvollständige Informationen" die "grösste Hürde für gute Entscheidungen" in einem Unternehmen seien.

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