VMware macht Kubernetes zum Kern von vSphere

28. August 2019, 14:09
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VMware-Profis könnten auf einen Schlag auch Container-Experten werden, sagt einer der es wissen sollte.

VMware hat an seiner Konferenz VMworld das "Projekt Pacific" für vSphere angekündigt. Dabei handelt es sich, wie CEO Pat Gelsinger in seiner Keynote erklärte, um den wichtigsten Umbau der vSphere-Software im vergangenen Jahrzehnt: VMware plant, die Container-Orchestrierungssoftware Kubernetes zum neuen Kern seiner Virtualisierungs-Plattform vSphere zu machen. "In Zukunft werden unsere VMs und Container unter einer einheitlichen Kubernetes-Plattform erstellt, betrieben und gemanagt", so Gelsinger.
Die Integration soll sowohl auf der API- und UI-Ebene erfolgen als auch auf der zentralen Virtualisierungsebene ESXi. So dass Kubernetes-Container via die vSphere-Oberfläche verwaltet werden können wie virtuelle Maschinen, die Technologie mit der VMware eigentlich gross geworden ist.
Damit werde Project Pacific, beziehungsweise das neue vSphere, nach dem Umbau für Entwickler wie Kubernetes aussehen, für Admins aber weiterhin wie vSphere. Dies sagt Matt Asay, der als Chef des Entwicklerökosystems bei Adobe ein neutraler und kenntnisreicher Experte sein sollte, in einem Beitrag für 'InfoWorld'. Laut Asay bedeutet Project Pacific, dass die vielen Millionen von vSphere-Workloads zu Kubernetes-Workloads werden. Und seiner Meinung nach noch wichtiger: Die vSphere-Experten bei rund 500'000 VMware-Kunden würden damit automatisch auch die notwendigen Kenntnisse haben, um Kubernetes zu verwenden. Sozusagen über Nacht.
Ob Asays euphorische Vorhersage zutrifft und ob es für vSphere-Experten tatsächlich so einfach werden wird, auch Kubernetes zu verwenden, können wir nicht beurteilen. An der VMworld räumten laut 'Heise.de' VMware-Vertreter zumindest ein, dass die Ausweitung von Kubernetes über verschiedene Bereiche hinweg auch eine höhere Komplexität erzeuge und dadurch auch einen grösseren Managementaufwand verursachen werde.
Über Nacht passiert allerding vorerst sowieso noch nichts, denn das Project Pacific muss erst noch abgeschlossen werden. Als eine Art Vorstufe dafür bringt VMware als erstes "VMware Tanzu" auf den Markt. Tanzu ist eine Sammlung von Tools zur Integration von VMware-Produkten mit Kubernetes, die aus den Übernahmen von Pivotal und Bitnami stammen. In Tanzu ist zudem auch bereits ein Technology Preview des Project Pacific enthalten. (hjm)

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