Zoom steht wegen Datenschutz in der Kritik

31. März 2020 um 15:33
  • datenschutz
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Wegen Hackangriffen und Datenschutzbedenken nimmt die New Yorker Aufsichtsbehörde die populäre Video-Konferenz-Lösung unter die Lupe.

Zoom dürfte zu den grossen Aufsteigern in der Corona-Krise zählen. Die Videokonferenz-Lösung gilt aber nicht als allzu sicher. In den letzten Wochen haben laut Berichten Trolle die Screen-Sharing-Funktion ausgenutzt, um Meetings zu kapern, zu unterbrechen oder rassistische Messages zu senden. Das Phänomen hat mittlerweile sogar einen eigenen Namen: "Zoombombing".
Nun überprüft die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates New York Zoom in Hinblick auf Datenschutz und Security. Als erstes schickte das Büro einen Brief an Zoom. In diesem fragt die Staatsanwaltschaft welche Massnahmen das Unternehmen eingeführt habe, um den erhöhten Datenverkehr in seinem Netzwerk zu bewältigen und Hacker aufzuspüren.
"Obwohl Zoom bestimmte gemeldete Lücken behoben hat, möchten wir gerne verstehen, ob Zoom seine Securitypraktiken umfassend überprüft hat", heisst es im Brief, welcher der 'New York Times' vorliegt.
Vor einigen Tagen war zudem bekannt geworden, dass die iOS-App von Zoom Daten mit Facebook teilt, auch wenn der User keinen Facebook-Account hat. Die App verschickte Details wie Nutzungszeitpunkt, Geräte-Modell, Zeitzone, Stadt und Telefonanbieter und kennzeichnete das genutzte Gerät für gezielte Werbung.
Zoom-CEO Eric S. Yuan beeilte sich zu erklären, dass man die Tracking-Software entferne. Das Unternehmen hat zudem seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert. Nun schreibt Zoom in einer Mitteilung, dass man "die Privatsphäre, die Sicherheit und das Vertrauen seiner Nutzer äusserst ernst" nehme.
Auch dazu wollte die Bundesstaatsanwaltschaft mehr wissen. "Wir schätzen das Engagement der New Yorker Generalstaatsanwältin in diesen Fragen und stellen ihr gerne die angeforderten Informationen zur Verfügung", heisst es von Zoom dazu.

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