Zug führt (endlich) Einwohnerkontrolle-Software ein

2. Mai 2016, 14:08
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Die Stadt Zug hat als erste Gemeinde im Kanton die neue Software für die Einwohnerkontrolle in Betrieb genommen.

Die Stadt Zug hat als erste Gemeinde im Kanton die neue Software für die Einwohnerkontrolle in Betrieb genommen. Nach der Pilotphase werden die übrigen Gemeinden im Laufe der Monate August und September ebenfalls umstellen. Damit soll eine lange Leidensgeschichte ein positives Ende finden.
Ursprünglich war geplant gewesen, eine Software zu entwickeln, die auch in anderen Schweizer Gemeinden hätte eingesetzt werden können – eine Standardlösung für die Weitervermarktung. Das Projekt unter dem Namen "EK V5" musste 2013 aber nach sechs Jahren gestoppt und rund drei Millionen Franken abgeschrieben werden.
Der Entwicklungsstopp wurde heftig kritisiert und führte zu mehreren Vorstössen im Kantonsrat und schliesslich zur Bildung einer Kommission, welche die Hintergründe des Scheiterns untersuchte. Der Kanton Zug nahm daraufhin die Neuplanung an die Hand und startete das Nachfolgeprojekt "NERZ, neues Einwohnerregister Zug".
Die neue Software war im Oktober 2014 öffentlich ausgeschrieben worden. Schliesslich erhielt den Auftrag für das Projekt "NERZ" die Zürcher Beratungsfirma OBT, die das Produkt NEST Einwohnerkontrolle offeriert hatte.
In der Stadt Zug wurde die neue Software heute erfolgreich in Betrieb genommen, wie die Zuger Finanzdirektion in einer Mitteilung schreibt. Als Pilotgemeinde soll Zug nun erste Erfahrungen sammeln und im laufe des Sommers soll die Software bei den übrigen Gemeinden eingeführt werden. Ende Jahr dann soll das Softwareprojekt unter den budgetierten Kosten von 1,7 Millionen Franken abschliessen, schreibt die Finanzdirektion. Damit könne unter die lange Geschichte dieses Projekts ein positiver Schlussstrich gezogen werden. (sda/kjo)

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