Die PCP.com-Gruppe übernimmt die Geschäftstätigkeiten des Ostschweizer Assemblierers Prime Computer. Man habe Marke und Geschäftstätigkeiten durch einen Asset Deal übernommen, die Firma Prime Computer AG wurde übertragen, so Marcel Weber, CEO der PCP.com-Gruppe, auf Anfrage von inside-it.ch. Zu den finanziellen Details macht das Unternehmen keine Angaben.
Ende September wurde bekannt, dass Prime seine Geschäftstätigkeit per 31. Oktober 2022 einstellen will. Es sei dem Unternehmen in den letzten Jahren nicht gelungen, in eine Gewinnzone zu kommen. Die Coronakrise und Lieferschwierigkeiten hätten die Probleme verschärft. Man verfüge letztlich nicht mehr über die notwendigen Investorengelder, um den Erhalt und die weitere Durchführung der Geschäftstätigkeiten zu gewährleisten,
hiess es vor gut 4 Wochen. Unklar blieb, was dies für bestehende Kunden und mögliche Garantiefälle bedeutet. Jetzt gibt es für diese aber eine Lösung: Die PCP.com-Gruppe übernimmt die Geschäftstätigkeiten von Prime per sofort. Mit der Übernahme sei die Bearbeitung von Kundenanfragen auch künftig sichergestellt, teilt das Unternehmen mit. Anliegen könnten direkt an die Gruppe gerichtet werden. Dort kümmern sich "hauseigene" Angestellte um Anfragen von Prime-Computer-Kunden. Denn wie uns Weber bestätigt, wechseln keine Mitarbeitenden von Prime zu PCP.
Der Name Prime Computer werde fortgeführt, schreibt der neue Besitzer weiter. Mit der Übernahme wolle man die Marktposition als PC-Assemblierer ausbauen und stärken, begründet PCP.com den Schritt. Prime soll von den Gruppen-Marken Steg PC und Beck PC profitieren. "Hier kommt PC-Assemblierer zu PC-Assemblierer", so PCP.com-CEO Weber. Durch die Erweiterung könne man mehr Bedürfnisse abdecken, ergänzt er auf Anfrage von inside-it.ch. Die Marke Prime Computer stehe für Nachhaltigkeit und Langlebigkeit.
Update (15.50 Uhr): Der Artikel wurde um die Aussagen von Marcel Weber, CEO der PCP.com-Gruppe, ergänzt.