Nach einem Unfall hat der Robotaxi-Anbieter Cruise seine Fahrten auf öffentlichen Strassen ausgesetzt. Nun kehren die Fahrzeuge zurück. Die Wagen sollen aber zunächst nur von Menschen gesteuert unterwegs sein.
Bei den Fahrten sollen zunächst in Phoenix, dann in weiteren Städten, Kartendaten aktualisiert und frische Informationen über die Umgebung gesammelt werden, kündigte die Tochterfirma des Autoriesen General Motors an. In dieser Phase sollen Informationen zum Beispiel über Ampeln, Fahrspuren und Verkehrsführung neu gesammelt werden. In einem zweiten Schritt seien dann autonome Testfahren mit Sicherheitsfahrern am Steuer geplant. Auf dieser Basis soll dann entschieden werden, in welcher Stadt die Fahrzeuge wieder ohne Menschen am Steuern unterwegs sein dürfen.
Frau mehrere Meter mitgeschleift
Cruise war ein Vorreiter bei Robotaxi-Diensten und hatte ehrgeizige Expansionspläne. Vergangenen Oktober aber kam es zu einem folgenschweren Unfall. Eine Fussgängerin wurde von einem anderen Wagen mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor das selbstfahrende Auto geschleudert. Dem Unfallbericht zufolge bremste das Robotaxi zwar sofort – die Frau geriet aber trotzdem unter das Fahrzeug.
Die Cruise-Wagen sind so programmiert, dass sie nach Kollisionen automatisch an den Strassenrand fahren können, um den Verkehr nicht zu behindern. Auch in diesem Fall entschied sich die Software dazu, obwohl die Frau noch unter dem Wagen steckte. Verheerend für das Ansehen von Cruise war, dass diese Informationen erst später bekannt wurden, während der Unfall erst harmloser dargestellt wurde.