Roger Elsener verlässt Zattoo und wird ab 1. Mai 2026 Direktor von SRF. Der 47-jährige folgt bei SRF auf Nathalie Wappler, die im September 2025 ihren Rücktritt angekündigt hatte, wie das Unternehmen mitteilt. Der Verwaltungsrat der SRG habe Elsener einstimmig auf Vorschlag des Regionalvorstands SRG Deutschschweiz gewählt. Er bringe umfassende Erfahrung aus Radio, TV und Streaming mit, unter anderem aus seiner Zeit bei CH Media, als CEO von CH Media TV und zuletzt als
CEO des Streaminganbieters Zattoo.
Susanne Wille, Generaldirektorin SRG, sagt zum neuen Direktor: "Roger Elsener ist ein erfahrener Medienmanager und Digitalexperte, der den digitalen Wandel von SRF konsequent fortsetzen wird. Er vereint strategische Medienkompetenz, Innovationskraft und ein tiefes Verständnis für den Schweizer und internationalen Journalismus und Medienmarkt."
Tina Rodriguez, bisher Chief Consumer Officer bei Zattoo, wird ab 1. April 2026 CEO ad interim, wie Zattoo schreibt. Sie übernehme die operative Führung des Streaminganbieters und setze die von Elsener eingeleitete Wachstumsstrategie fort. Rodriguez verfüge über internationale Erfahrung aus leitenden Positionen bei Liberty Global, Sunrise, UPC Schweiz und Unity Media, so Zattoo. Sie betont, dass Kundenzufriedenheit, Partnerschaften und die Mitarbeitenden zentrale Grundlagen für den zukünftigen Erfolg von Zattoo sind.
Transformation und digitale Ausrichtung
Bei SRG übernimmt laut Mitteilung ausserdem Nicolas Pernet die Direktion Angebot und Moritz Stadler wird Direktor Operationen. Pernet leitete zuvor Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) und ist Co-Leiter des Transformationsprojekts "Enavant". Stadlers Ressort vereine Produktion und Technologie und soll die Infrastruktur über alle Sprachregionen hinweg integrieren. Stadler leitete gemäss SRF zuvor bei "Enavant" den Stream Operationen und war unter anderem Co-Executive Producer des Eurovision Song Contest 2025 in Basel.
Die Personalien spiegeln die strategische Ausrichtung von SRG und SRF wider, wie es in der Mitteilung heisst: Mit dem "Enavant" strebe die SRG eine schlankere, digitalere und beweglichere Organisation an, die enger über die Regionen zusammenarbeitet, interne Synergien nutzt und gleichzeitig regional verankert bleibt. Die drei neuen Direktoren würden dafür digitale Innovationskraft, operative Erfahrung und Publikumsverständnis mitbringen, heisst es weiter.