SAP veräussert sein vor wenigen Jahren zugekauftes Unternehmen Qualtrics wieder. Nachdem der ERP-Anbieter einen Teil von Qualtrics bereits an die Börse gebracht hat, stimmt SAP nun dem Verkauf von 423 Millionen Aktien zu.
Dass Qualtrics ein entsprechendes Angebot vom US-Investor Silver Lake und dem kanadischen Pensionsfonds CPP Investment erhalten hatte,
wurde vergangene Woche bekannt.
Laut einer Mitteilung beläuft sich der Preis auf 18,15 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 73% gegenüber dem durchschnittlichen 30-Tage-Handelskurs vor der Ankündigung von SAP, einen Verkauf zu prüfen. Insgesamt beläuft sich der Deal damit auf 12,5 Milliarden Dollar. SAP veräussert seine Beteiligung für knapp 7,7 Milliarden Dollar.
SAP hatte Qualtrics 2019 übernommen und 2021
teilweise an die Börse gebracht. Die Mehrheit verblieb aber beim deutschen Softwarekonzern. Anfang dieses Jahres erklärte SAP schliesslich, Qualtrics verkaufen zu wollen, sofern die Bedingungen stimmen.
Das Angebot von Silver Lake und CPP Investment sei in einem umfassenden Verkaufsprozess als das attraktivste identifiziert worden, erklären die Walldorfer in der aktuellen Mitteilung.
Seit der Übernahme durch SAP habe Qualtrics seinen Umsatz mehr als verdreifacht und sei gleichzeitig profitabel, sagt SAP-CEO Christian Klein. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Unternehmen, die Qualtrics einsetzen, von 10'000 auf 18'000 gestiegen. "SAP beabsichtigt ein enger Markt- und Technologiepartner zu bleiben, gemeinsame Kunden zu betreuen und weiterhin zum Erfolg von Qualtrics beizutragen", fügt Klein an. Laut Mitteilung wurde die Transaktion vom Verwaltungsrat von Qualtrics sowie vom Vorstand und Aufsichtsrat von SAP genehmigt. Unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden.