Ab September 2024 setzt die Transportpolizei der SBB schweizweit Bodycams ein. Die Transportpolizei steht mit über 200 Polizistinnen und Polizisten auf Arealen des öffentlichen Verkehrs, in Zügen sowie bei Grossveranstaltungen im Einsatz.
Die Nutzung von Bodycams hat das Unternehmen bereits zwischen März 2017 und Januar 2018 getestet – in Abstimmung mit dem Eidgenössischen Datenschützer, wie es damals hiess. "Die Ergebnisse waren positiv",
erklärten die SBB später, die Arbeiten für eine mögliche Einführung würden fortgeführt.
Nun ist es also so weit. Ab September werden die Bodycams für die Polizistinnen und Polizisten eingeführt. Geplant sei, so die Mitteilung, dass jede Patrouille mit mindestens einer Kamera ausgestattet wird. Insgesamt werden laut den SBB 100 Stück beschafft. Diese sollen zur Abschreckung potenzieller Täterinnen und Täter, zur Deeskalation und zur Beweissicherung dienen, begründet der Bahnbetrieb die Anschaffung.
Die Kameras würden nicht durchgehend aufzeichnen, so die Mitteilung, sondern müssten jeweils aktiviert werden. Dies sei für das Gegenüber "deutlich erkennbar". Die Videodaten würden dann 100 Tage lang aufbewahrt und anschliessend automatisch gelöscht, sofern keine Verfügung der Untersuchungsbehörden zur Herausgabe der Daten vorliege. Als Datenstandort nennen die SBB eigene Server in der Schweiz. Der Zugriff darauf sei beschränkt, fügt das Unternehmen an.