Die Schweizer ICT-Branche startet mit Zuversicht ins neue Jahr. Der Swico ICT Index kletterte im ersten Quartal 2026 um 11,7 Punkte auf 113,9 Zähler – der stärkste Quartalsanstieg seit Mitte 2021, wie der Branchenverband Swico mitteilt. Damit liege der Gesamtindex erstmals seit Ende 2023 wieder klar über der Marke von 110 Punkten. Bei einem Wert von über 100 Punkten rechnen Firmen mit rentablem Wachstum.
Der deutliche Anstieg zu Jahresbeginn folgt laut Swico auf ein durchzogenes Jahr 2025. Globale Unsicherheiten in Wirtschafts- und Handelspolitik hätten im dritten und vierten Quartal zu einer Konsolidierung nahe der Wachstumsschwelle geführt. Erst zum Jahreswechsel setzte eine spürbare Erholung ein. "Jetzt gilt es, diese Stärke 2026 zu bewahren und klug in Innovationskraft, Produktivität und qualifizierte Fachkräfte zu investieren", sagt Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico.
Consumer Electronics und Print bleiben unter Druck
Besonders positiv entwickelt sich das Segment IT-Technology, das mit 116,4 Punkten deutlich über der Wachstumsschwelle liegt. Auch die Sparten Software (113,9) und IT-Services(113,5) setzen ihren Aufwärtstrend fort. Im Consulting liegt der Index gemäss Branchenverband bei 112,6 Punkten.
Weniger dynamisch präsentiert sich die Lage ausserhalb der Kern-ICT. Consumer Electronics (103,7) überschreite zwar die Wachstumsschwelle, kämpfe jedoch mit stagnierenden Margen, steigenden Betriebskosten und starkem Wettbewerbsdruck durch internationale Online-Plattformen, so Swico. Deutlich unter der Wachstumsschwelle bleibt weiterhin der Bereich Imaging, Printing und Finishing mit lediglich 66,0 Punkten. Der strukturelle Rückgang klassischer Printaufträge sowie der Fachkräftemangel belasten das Segment nachhaltig, wie Swico schreibt.
KI als Bewährungsprobe
Mit Blick auf die kommenden Quartale zeigt sich die Branche vorsichtig optimistisch. Entscheidend werde sein, wie gut es gelingt, Künstliche Intelligenz vom Hype in die Praxis zu überführen. Die Herausforderung bestehe darin, KI sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren und gleichzeitig die Qualifikation der Mitarbeitenden weiterzuentwickeln, so Palmisani.