Der Payment-Dienstleister Worldline setzt für den bargeldlosen Zahlungsverkehr neu auf ein Netzwerk auf Basis der Scion-Technologie. Wie das Unternehmen mitteilt, ermögliche das Secure Eftpos Network (SEPN) den Teilnehmern, Transaktionsdaten sicher und unabhängig vom öffentlichen Internet zu übertragen.
Das SEPN-Netzwerk sei eine Kooperation der nichtkommerziellen SEPN Association, Telekommunikationsanbietern sowie dem Scion-Entwickler (Scalability, Control, and Isolation On Next-Generation Networks) Anapaya, so Worldline. Die Markteinführung sei Ende 2024 erfolgt, seit August 2025 seien die ersten Services an Bancomaten und am Point-of-Sales in der Schweiz live. Mit Coop und SBB seien bereits die ersten Händler angeschlossen.
Mit dem neuen Netz sollen Ausfälle von zum Beispiel Kassensystemen künftig das Geschäft nicht mehr beeinträchtigen. Laut Worldline sorgt die Zusammenarbeit mit mehreren SEPN-Kommunikationsanbietern für redundante Verbindungen. Selbst der temporäre Ausfall eines Providers könne innerhalb von Sekunden kompensiert werden, ohne Auswirkungen auf die Zahlungsflüsse.
Worldline plant nach eigenen Angaben, SEPN in den kommenden Monaten auf weitere Branchen und Geschäftspartner auszuweiten. "Mit SEPN setzen wir neue Massstäbe in puncto Resilienz, Sicherheit und Stabilität im Zahlungsverkehr. Unsere Partner profitieren von regulatorisch konformen, unterbrechungsfreien Transaktionen und dem Schutz ihrer Daten", ist SEPN-Präsident und Worldline Business Architect Lucas Gysin laut der Mitteilung überzeugt.
Update 17.10.: Dank eines Hinweises der SEPN Association wurde die Rolle des Payment-Dienstleisters Worldline bei der Entwicklung des SEPN-Netzwerks korrigiert. Worldline ist lediglich ein Nutzer der Technologie und zählt nicht zu den Mitentwicklern, wie in einer ersten Version des Artikels geschrieben.