Seit der Inbetriebnahme des neuen IT-Auszahlungssystems "Asal 2.0" Anfang Januar traten mehrere schwere Störungen auf. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in einer Mitteilung eingesteht, habe es
Probleme bei der Systemleistung, der Verarbeitung eingereichter Unterlagen sowie beim
Zugang zur Service-Plattform Job-Room geben. Die Störungen konnten aber behoben werden, doppelt das Seco nach. Man arbeite weiterhin an der Verbesserung der Systemleistung.
Die Bewältigung der Probleme habe bei den Arbeitslosenkassen einen Arbeitsstau und längere Dossierbearbeitungszeiten verursacht, so das Seco. Trotz dieser Umstände wurden umfangreiche Zahlungen ausgelöst. Bis zum 29. Januar 2026 hätten die Kassen rund 363 Millionen Franken an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt. Dies entspreche weitgehend der regulären Auszahlungssumme. Die Zahlungen wurden dem Seco zufolge dank dem Einsatz der Mitarbeitenden der Arbeitslosenkassen, auch
ausserhalb der regulären Arbeitszeiten, ermöglicht.
Trotz des Extra-Einsatzes und infolge der verlangsamten Dossierbearbeitung können laut dem Seco besonders bei komplexeren Fällen Auszahlungsverzögerungen von einigen Tagen nicht ausgeschlossen werden. Auch bei der Arbeitslosenentschädigung für neu angemeldete Arbeitslose bestünden aktuell Rückstände, da erhebliche Ressourcen zur Sicherstellung der laufenden Auszahlungen eingesetzt worden seien. Dies könne die Wartezeit bis zur ersten Auszahlung verlängern. Die Rückstände würden nun prioritär abgebaut.
Das Seco bedauert in der Mitteilung die entstandenen Verzögerungen. Gleichzeitig betont das Staatssekretariat, dass der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gesetzlich garantiert sei. Er bleibe auch während der
Einführungs- und Stabilisierungsphase des neuen Informatiksystems vollumfänglich bestehen. Als zuständige Behörde für die Informatik der Arbeitslosenversicherung treibt das Seco in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Arbeitslosenkassen rasche Verbesserungen mit Hochdruck voran, unterstreicht die Behörde.