Umstellung des Arbeitslosen-Systems führt weiter zu Problemen

23. Januar 2026 um 10:52
image
Foto: Getty / Unsplash+

Jetzt streikt auch die Plattform Job-Room. Der Wechsel auf das System Asal 2.0 verläuft nicht so reibungslos, wie vom Seco angekündigt.

Das Job-Portal der Schweizer Arbeitslosenkassen ist ausgefallen. Nachdem es aufgrund eines Systemwechsels zu einem Arbeitsstau gekommen war, streikte auch die Technik. Ab Mitte Woche begannen sich schon die Meldungen über verzögerte Auszahlungen von Arbeitslosengeldern zu häufen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigte die Schwierigkeiten.
Die Versicherten könnten selbst einen Beitrag zur Entspannung der Situation leisten, indem sie Unterlagen und Informationen über die E-Services auf der Plattform job-room.ch einreichen statt auf Papier, so das Seco. Doch jetzt streikt auch der Job-Room: "Auf Job-Room ist der Zugriff aktuell nur eingeschränkt möglich. Es sind Unterbrüche möglich. Wir arbeiten an der Stabilisierung. Ein Update folgt", heisst es am 23. Januar auf der Website.

Instabil Verbindung zwischen Systemkomponenten

Ein Sprecher des Seco bestätigte der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' einen entsprechenden Bericht von '20 Minuten'. Grund für die Störung sei eine instabile Verbindung zwischen zwei zentralen Systemkomponenten. Dadurch könnten einzelne Verbindungen nicht korrekt aufgebaut werden.
Die technischen Fachstellen arbeiten laut dem Seco intensiv an der Behebung der Störung. Nutzerinnen und Nutzer des Online-Services Job-Room konnten weder auf persönliche Konten zugreifen noch Funktionen wie Stellensuche, Bewerbungsverwaltung oder Dokumenten-Uploads nutzen.
Die Arbeitslosenkassen arbeiten seit Anfang Jahr mit dem neuen, einheitlichen Auszahlungssystem Asal 2.0. Dieser Wechsel habe zu Verzögerungen beim Bearbeiten der Dossiers geführt. Anfänglich hiess es noch, nach einem Unterbruch zum Jahreswechsel sei die Umstellung auf Asal 2.0 planmässig verlaufen. Trotz der aktuellen Probleme sei die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung aber stets gewährleistet, betont das Seco.

Loading

Mehr zum Thema

image

Threema will nicht mit Whatsapp chatten

Dass die EU Meta dazu gezwungen hat, Whatsapp für andere Chat-Dienste zu öffnen, sei gut gemeint, aber schlecht für den Datenschutz, glaubt Threema.

publiziert am 24.7.2026
image

Kühne+Nagel profitiert von KI-Boom

Der Logistikkonzern transportiert zunehmend Komponenten für KI-Rechenzentren und will zugleich mit Künstlicher Intelligenz die eigene Produktivität steigern.

publiziert am 23.7.2026
image

Google kassiert die nächste Millionenbusse

Die EU-Kommission verhängt gegen Google eine Busse von 890 Millionen Euro und verlangt Änderungen bei der Websuche sowie im Play Store.

publiziert am 23.7.2026
imageAbo

FFHS bildet Cyber-Nachwuchs der Armee aus

Die Fernfachhochschule Schweiz übernimmt die fachtechnische Ausbildung der ICT Warrior Academy des Kommandos Cyber für knapp 2 Millionen Franken.

publiziert am 23.7.2026