Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und SIX haben
im November 2021 das Secure Swiss Finance Network (SSFN) lanciert. Dieses in sich geschlossene Kommunikationsnetz für Finanzinstitute basiert auf der an der ETH Zürich entwickelten SCION-Technologie (Scalability, Control, and Isolation On Next-Generation Networks). Es soll besser gegen Cyberattacken, zum Beispiel DDoS-Angriffe, geschützt sein als bisherige Netzwerke für die Finanzindustrie, so die Betreiber. Ausserdem soll es eine höhere Belastbarkeit aufweisen.
Seit Anfang Juni wurde nun auch die Interbanking-Transaktionen der Zahlungssysteme Swiss Interbank Clearing (SIC) und euroSIC ins SSFN eingebunden. Dies meldet der ETH-Spinoff Anapaya Systems, der ebenfalls in den Betrieb des SSFN involviert ist und ein internationales Ökosystem von auf SCION-basierten Diensten aufbauen will. Seit diesem Monat nutze die Schweizerische Nationalbank das SSFN für den Anschluss an die produktiven und von SIX betriebenen SIC- und euroSIC-Systeme. Damit könnten allein in der Schweiz Transaktionen in der Höhe von täglich 300 Milliarden Franken über das SSFN abgewickelt werden.
Nach und nach sollen in Zukunft auch weitere Dienste wie das Wertschriftenabwicklungssystem SECOM oder ATM Monitoring (elektronische Überwachung der Cash-Automaten) über das SSFN verfügbar sein. Das bisherige Netzwerk "Finance IPNet" soll so schrittweise abgelöst werden.