Sieben Millionen Dollar für Schlieremer Startup Lightium

20. September 2024 um 09:13
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Die Mitgründer Frédéric Loizeau (l.) und Amir Ghadimi. Foto: Lightium

Das Unternehmen verspricht, dass seine "Thin-Film Lithium Niobate"-Technologie die Datenübertragung in Rechenzentren deutlich beschleunigen und energieeffizienter machen kann.

Das in Schlieren angesiedelte Startup Lightium hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 7 Millionen Dollar eingenommen. Wie das Unternehmen mitteilt, waren Vsquared Ventures und Lakestar die Hauptinvestoren.
Lightium möchte photonische Chips herstellen, die in Transceivern zur Datenübertragung verwendet werden können. Das Startup setzt dabei auf Thin-Film Lithium Niobate (TFLN), ein glasähnliches Material, um traditionelle Halbleiter zu ersetzen. Es sei sehr schwierig, so Lightium, TLFN zu bearbeiten. Deshalb sei das Material bisher nur im Rahmen von Forschungsarbeiten verwendet worden. Lightium habe aber einen Herstellungsprozess entwickelt, mit dem TLFN-Chips in industriellem Massstab gefertigt werden können. Damit gebaute Transceiver könnten die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten in Netzwerken aller Art deutlich erhöhen und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen als traditionelle Transceiver.

Massenproduktion angestrebt

Einsatzgebiete seht Lightium in Rechenzentren, aber unter anderem auch in der Satellitenkommunikation, in Quantencomputern oder LIDAR-Geräten.
Mit dem frischen Geld soll nun der Herstellungsprozess weiter verfeinert und die kommerzielle Herstellung von TFLN-Chips eingeleitet werden. Das Ziel sei es, 2025 die Produktion aufzunehmen. In den kommenden vier Jahren soll eine Produktionskapazität von 20 Millionen Stück pro Jahr erreicht werden. Dafür, so Lightium, habe man sich mit einem Herstellungspartner "in der westlichen Welt" zusammengetan. Genauer äussert sich das Startup nicht dazu.
Gleichzeitig will das jetzt noch sehr kleine Unternehmen auch wachsen. Gegenwärtig hat es 8 Angestellte, bis Ende 2025 sollen es 30 bis 35 werden.

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