Der Trägerverein Simap.ch kündigt neue Funktionen für die gleichnamige Schweizer Beschaffungsplattform an. Erst kürzlich sei in der zugrundeliegenden Software eine neue Version des Software Development Kit der elektronischen Formulare für TED (Tenders Electronic Daily) implementiert worden, teilt der Verein mit.
Im vergangenen Jahr wurde die
Realisierungseinheit 1 abgeschlossen. Im Sommer würden jetzt die Releases 2.2 und 2.3 der Simap-Software folgen. Dabei liege der Fokus auf dem Refactoring: Der Programmcode werde optimiert, um die Erweiterbarkeit und Wartbarkeit zu erhöhen. Für Herbst sei dann das Release 2.4 geplant, mit dem die Bedienbarkeit und das User-Interface verbessert werden sollen. Darüber hinaus seien erste funktionale Erweiterungen vorgesehen, so der Verein.
Vermehrt Online-Angebote
Die Entwicklungsarbeiten sind offenbar notwendig, denn die Plattform dient auch nach knapp zwei Betriebsjahren vornehmlich noch als Informationsportal. Der Betreiberverein spricht von einem "Aufwärtstrend" bei Online-Angebotseinreichungen, die Mehrheit der Offerten geht aber weiter auf Papier ein.
Im April dieses Jahres registrierten die Ausschreibenden auf Simap einen Anteil von 35% elektronische Angebote, was 5% mehr waren als im Vormonat. Ähnlich entwickelten sich die Offerten der verschiedenen Beschaffungskategorien: Bauleistungen sprangen von 25 auf 31%, Dienstleistungen von 37 auf 41% und Lieferungen von 40 auf 46%.
Zuletzt berichtet der Verein über ein neues Vorstandsmitglied. Nach der Pensionierung von Eric Scheidegger musste der Bund seinen Sitz im Vorstand neu besetzen. Seinen Posten nimmt Ronald Indergand ein. Der Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft sei an der Mitgliederversammlung des Vereins als neuen Vertreter des Bundes für zwei Jahre gewählt worden, heisst es.