Der US-Chiphersteller Intel bekommt einen neuen Grossaktionär. Der japanische Technologiekonzern Softbank kündigt den Kauf von Intel-Stammaktien im Wert von 2 Milliarden US-Dollar an. Der Preis von 23 US-Dollar pro Stammaktie liegt leicht unter dem Schlusskurs des Intel-Papiers vom gestrigen Montag.
Gemäss Softbank erfolge die Beteiligung vor dem Hintergrund, dass sowohl Intel als auch Softbank ihre Investitionen in Innovationen und Technologien im Halbleiterbereich in den Vereinigten Staaten verstärken wollten. Die Japaner sind auch an
Stargate beteiligt. Gemeinsam mit unter anderem OpenAI und Oracle sieht das Projekt den Bau von KI-Rechenzentren in den USA vor. Dafür stehen Investitionen in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar im Raum.
Die Investition in Intel spiegle für Softbank-CEO Masayoshi Son die Überzeugung seines Unternehmens wider, dass die Herstellung fortschrittlicher Halbleiter in den USA künftig weiter zunehmen wird. Dabei werde Intel eine entscheidende Rolle spielen, sagt er. "Masayoshi Son und ich arbeiten seit Jahrzehnten eng zusammen, und ich schätze das Vertrauen, das er mit dieser Investition in Intel setzt", fügt Intel-CEO Lip-Bu Tan an.
10%-Beteiligung der US-Regierung
Neben der Softbank-Investition steht der Nachrichtenagentur '
Bloomberg' (Paywall) zufolge auch eine Beteiligung der US-Regierung an Intel im Raum. Den Informationen zufolge könnte der Staat 10% der Aktien übernehmen. Intel würde als Gegenleistung milliardenschwere Subventionen erhalten.
Die Zusagen hätte noch der frühere US-Präsident Joe Biden in einem Gesetz zur Unterstützung der Halbleiterindustrie gemacht. Damals war der Agentur zufolge von rund 8 Milliarden US-Dollar die Rede. Nun könnten noch Aufträge für militärische Projekte hinzu kommen, womit Intel insgesamt mit 11 Milliarden Dollar rechnen könnte. Laut Bloomberg entspricht die Summe 10% der aktuellen Marktkapitalisierung von Intel.