St. Gallen will IT-Organisation komplett überarbeiten

2. Dezember 2024 um 10:56
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Foto: Te Lun Ou Yang / Unsplash

Die IT-Organisation des Kantons ist "stark fragmentiert und nicht mehr zukunfts­orientiert". Bis 2030 soll sie deshalb grundlegend neugestaltet werden.

Mit seiner derzeitigen IT-Organisation stehe der Kanton St. Gallen vor bedeutenden Herausforderungen, heisst es vom Kanton. Man habe zwar die Digitalisierung und die Einführung von E-Government-Dienstleistungen vorangetrieben. Die IT-Landschaft aber sei "stark fragmentiert und nicht mehr zukunftsorientiert". Dies schreibt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen in einer Ausschreibung, in der sie externe Hilfe für die Analyse der aktuellen Situation und die Ausarbeitung eines neuen Zielbilds für die Organisation sucht.
Demnach bestehen verschiedene IT-Organisationen in den Departementen nebeneinander, was teilweise zu ineffizienten und unkoordinierten Strukturen führt. Die Strukturen hätten zwar bisher gut funktioniert, würden aber aufgrund des Wachstums an ihre Grenzen stossen. Gleichzeitig sei die Governance komplex. Weiter bestehe eine erhebliche Abhängigkeit von externen Dienstleistern, die in der Vergangenheit zahlreiche Aufgaben übernommen hätten, so die Staatskanzlei zu den Herausforderungen.
In der Vergangenheit habe man eine klassische Outsourcing-Strategie verfolgt. Wichtiger Dienstleister ist die Firma Abraxas, zu deren Miteignern St. Gallen gehört. Mittlerweile sehe man aber ein zunehmendes Insourcing-Bedürfnis, heisst es weiter.

Neues Zielbild soll erarbeitet werden

Das stetige Wachstum, die Fragmentierung und Abhängigkeit hätten eine komplexe IT-Landschaft geschaffen, die den Bedürfnissen nicht mehr gerecht werde. Bis 2030 soll die IT-Organisation deshalb umfassend überarbeitet werden. Ein Ziel sei es, eine koordinierte und integrierte Organisation zu etablieren, die die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton, den Gemeinden und externen Partnern verbessert, wie es weiter heisst.
Der Kanton plant, so die Timeline der Beschaffung, im Frühling 2025 einen Zuschlag zu fällen. Bis Juni soll die aktuelle Situation analysiert und bis Dezember 2025 das neue Zielbild inklusive Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Die Umsetzung ist für die Jahre ab 2026 vorgesehen.

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