Swisscom will Vodafone Italien für 8 Milliarden Euro übernehmen

28. Februar 2024 um 06:58
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Foto: zVg

Der Telco will das Unternehmen nach dem Abschluss der Transaktion mit seiner heutigen Tochter Fastweb fusionieren. Noch ist aber nichts unterschrieben.

Swisscom expandiert in Italien mit einer Riesenübernahme. Der Schweizer Telekomkonzern will den Mobilfunkanbieter Vodafone Italia für 8 Milliarden Euro übernehmen und mit der eigenen Mailänder Breitbandtochter Fastweb zusammenlegen. Auf diesen Preis hätten sich die beiden Unternehmen vorläufig geeinigt, wie Swisscom mitteilt. Damit entsteht der zweitgrösste Telekomanbieter Italiens, hinter Branchenprimus TIM. Der Deal ist allerdings noch nicht unterschrieben. Es sei aktuell noch offen, ob es zu einer Transaktion kommen wird, man befinde sich aber in weit fortgeschrittenen Verhandlungen, schreibt der Konzern in einer Mitteilung. Die Übernahme ist laut gut unterrichteten Quellen noch in diesem Jahr geplant. Fastweb und Vodafone Italien würden sich gut ergänzen, so Swisscom in der Mitteilung. Fastweb sei stark im Festnetz, Vodafone indes im Mobilfunk. Es gebe nur wenige Überschneidungen, schrieb der Schweizer Konzern weiter. Die Übernahme habe positive Auswirkungen auf Dividende und Cashflow von Swisscom.

Italien-Geschäft wird fast die Hälfte zum Gesamtumsatz beitragen

Wenn der Deal zustande kommt, wird die italienische Tochter insgesamt einen Umsatz von rund 7 Milliarden Euro erwirtschaften. Die heutige Swisscom-Tochter Fastweb trägt dazu rund 2,6 Milliarden Euro bei. Insgesamt läge der Umsatz damit nur minim unter jenem des Schweiz-Geschäfts von Swisscom (8,1 Milliarden). Gemeinsam zählen die beiden italienischen Firmen rund 9000 Mitarbeitende. Vodafone Italien beschäftigte per März des letzten Jahres rund 5700 Mitarbeitende, Fastweb per Ende 2023 gut 3000.
Der britische Mutterkonzern von Vodafone Italia hat sich im Verlaufe des Tages ebenfalls zu Wort gemeldet und auch seinerseits die Gespräche mit Swisscom bestätigt. Man sei der Ansicht, dass "diese potenzielle Transaktion die beste Kombination aus Wertschöpfung, im Voraus erzielten Barerlösen und Transaktionssicherheit" darstelle, heisst es in der Mitteilung.
Update (17 Uhr): Der Artikel wurde ergänzt.

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