SwissICT: "Die Absage des Digital Economy Awards tut uns weh"

6. Mai 2022 um 12:45
  • channel
  • verband
  • swissict
  • digitalswitzerland
image

Christian Hunziker, Geschäftsführer von SwissICT, erläutert im Gespräch mit inside-it.ch die Gründe der Absage und sagt, was es für eine Durchführung im 2023 braucht.

Mitte April wurde bekannt, dass der "Digital Economy Award" heuer nicht durchgeführt wird. "Das tut uns weh", sagte Christian Hunziker, Geschäftsführer beim bisherigen Co-Veranstalter SwissICT. Es sei ihm und seinem Team schwergefallen, den Award abzusagen.
Es sei absehbar gewesen, dass der Digital Economy Award in diesem Jahr nicht erfolgreich durchgeführt werden könne. Mit ein Grund dafür sei das fehlende Commitment seitens Digitalswitzerland für den Anlass. Deshalb habe man gemeinsam entschieden, dass man 2022 lieber auf den Anlass verzichte, statt diesen "durchzustieren und nur halbbatzig" zu machen.
Im Gespräch mit Hunziker spürt man dennoch keinen Groll gegenüber Digitalswitzerland, jedoch Enttäuschung. Man sei nicht verkracht auseinander, sondern nach wie vor offen für eine Zusammenarbeit im nächsten Jahr, betont Hunziker. "Aber wir müssen bis Ende Mai wissen, ob Digitalswitzerland im Jahr 2023 als Co-Veranstalter zur Verfügung steht".
Man wolle unbedingt wieder ein "Gettogether der Branche durchführen, idealerweise mit Digitalswitzerland“, betont Hunziker, "andernfalls suchen wir andere Partner". SwissICT habe deshalb bereits Gespräche mit möglichen neuen Partnern geführt. Das habe man Digitalswitzerland gegenüber jedoch offen kommuniziert. An der Aktiengesellschaft "Swiss Digital Economy Award AG" sei Digitalswitzerland ohnehin nicht beteiligt, man selbst jedoch zu 80%, erläutert Hunziker, weshalb eine Durchführung mit anderer Trägerschaft auch rechtlich problemlos möglich sei.
Einen finanziellen Verlust durch die Absage erwartet SwissICT nicht, "weil wir die Veranstaltung noch rechtzeitig abgesagt haben". Ob dieses Jahr allenfalls doch eine abgespeckte Version des Swiss Digital Economy Awards oder ein Anlass in vergleichbarer Form stattfindet, steht noch nicht fest. Es hänge aber davon ab, ob eine Trägerschaft über 2023 hinaus aufgebaut werden könne. In diesem Kontext könnte ein Anlass sinnvoll sein, "damit der Brand in diesem Jahr auch weiterlebt".
Eliane Panek, Kommunikationschefin von Digitalswitzerland, schreibt in einer Stellungnahme: "Aufgrund der neuen Strategie, die Digitalswitzerland kürzlich implementiert hat, ist auch unser Fokus noch klarer definiert. Gemeinsam mit SwissICT haben wir entschieden, den Digital Economy Award dieses Jahr nicht durchzuführen. Wie die Zusammenarbeit für die Ausgabe 2023 konkret aussehen wird, bleibt noch zu klären." Zu den Gründen der Absage wollte sich der Verband nicht äussern.

Hinweis: Inside Channels Forum

Gekauft werden oder sterben? Was tun, wenn Innovation fehlt? Was tun, wenn Ihre Mitarbeitenden nicht mehr ins Büro zurückkommen?
Das sind die Themen unserer Speaker Simon Boss, Gertrud Hierzer und Adrian Müller am Inside Channels Forum am 25. Mai in Zürich, unserem jährlichen Informations- und Networking-Event für die Schweizer ICT-Branche. Melden Sie sich jetzt an, die Plätze sind begrenzt.

Loading

Mehr zum Thema

image

Nachlassende Umsätze für HP, HPE und Dell

Die drei traditionsreichen US-Hardwarehersteller können gerade nicht glänzen.

publiziert am 1.3.2024
image

Interdiscount wird Teil von Euronics International

Die Coop-Tochter verspricht sich von der Partnerschaft ein grösseres internationales Netzwerk.

publiziert am 29.2.2024 1
image

"Dann müssen wir über die Privatisierung von Swisscom reden"

Swisscom will Vodafone Italien für 8 Milliarden Euro übernehmen. Dagegen regt sich Widerstand aus der Politik.

publiziert am 29.2.2024
image

Infoguard wächst stark

Vor allem die Nachfrage nach Cyber-Defence- und Incident-Response-Services tragen zum Umsatzplus bei. Im Ausland hat Infoguard "erfolgreich Fuss gefasst".

publiziert am 29.2.2024