T-Systems übernimmt SAPs "Patient Management"

18. Juli 2023 um 10:07
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Der ERP-Anbieter wird die Branchenlösung für Spitäler bald nicht mehr unterstützen. T-Systems will die Lücke für Anwender in der Schweiz und in Österreich füllen.

SAP wird mit dem Support-Ende von SAP ECC die Branchenlösung Patientenmanagement (IS-H) nicht mehr unterstützen. Der ERP-Anbieter hatte vergangenen Oktober erklärt, keine eigene Lösung dafür auf S/4Hana zu entwickeln und keine Nachfolge bereitzustellen. Davon betroffen sind hierzulande 30 Spitäler und Spitalverbunde, heisst es in einer Mitteilung von T-Systems.
Der IT-Dienstleister will Anwendern in der Schweiz und in Österreich eine Lösung bieten: T-Systems werde ab 2025 einen Nachfolger zu IS-H auf S/4Hana zur Verfügung stellen, geht aus einer Mitteilung der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hervor. SAP unterstütze diesen Schritt durch eine entsprechende Lizenzvereinbarung, heisst es dort.
T-Systems agiert bereits jetzt als Partner für die schweizerische und österreichische Länderversionen von SAP IS-H. Der IT-Dienstleister könne, so die Einschätzung der DSAG, auf fundiertes Wissen zurückgreifen. "Wir erwarten, dass die Lösung den Krankenhäusern und Kliniken ermöglicht, kundenspezifische Erweiterungen mit möglichst wenig Anpassungs- und Migrationsaufwand in die S/4Hana-Landschaft zu übernehmen", kommentiert Walter Schinnerer, DSAG-Fachvorstand Österreich.
Aus DSAG-Sicht stellt dies einen Investitionsschutz dar, den die Anwenderunternehmen nach der IS-H-Abkündigung schon verloren geglaubt hatten, wie es in der Mitteilung heisst.

Voraussetzung ist eine Hana-Migration

Der Weiterbetrieb der Lösung durch T-Systems nehme den Kliniken allerdings nur einen Teil des Drucks ab, schreibt die SAP-Anwendergruppe weiter. Denn die Lösung "IS-H auf Hana" setze schliesslich voraus, dass die Kunden zuvor auf S4/Hana migrieren und dies vor dem Ende der Mainstream-Wartung im Jahr 2027.
Die DSAG geht davon aus, dass auf Kliniken und Spitäler eine Extended Maintenance zukommt, die kostspielig sein könnte. Die Gruppe fordert deshalb, dass die Walldorfer den verlängerten Support bis 2030 ohne Aufpreis anbieten.

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