Temenos schliesst das Jahr mit Wachstum ab

19. Januar 2024 um 09:57
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Andreas Andreades, Chief Executive Officer von Temenos. Foto: Temenos

Nachdem Umsatz und Gewinn 2022 geschrumpft waren, ist der Genfer Bankensoftwarehersteller wieder auf Wachstumskurs.

Der Bankensoftwarehersteller Temenos hat am 19. Januar überraschend vorläufige Zahlen zum 4. Quartal und zum Gesamtjahr 2023 bekannt gegeben. Sowohl Umsatz als auch Ebit lagen über dem Vorjahr. Einen Ausblick gab es von den Genfern aber noch nicht.
Im Schlussquartal erreichte der Umsatz 298 Millionen US-Dollar, was 7% über dem Vorjahreswert liegt. Knapp 151 Millionen Dollar davon stammen aus Einnahmen mit Softwarelizenzen. Unter dem Strich verbuchte Temenos laut der Mitteilung einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) von 101,3 Millionen Dollar, ein Plus von 8%. Die entsprechende Marge verbesserte sich leicht von 33,8 im Vorjahr auf nun 34%.
Insgesamt sei das Umfeld im 4. Quartal stabil gewesen, so CEO Andreas Andreades. Besonders das europäische und das US-Geschäft hätten sich stark entwickelt. Zudem sei die Pipeline positiv. Insgesamt sei er "sehr zufrieden mit der starken Entwicklung" im vergangenen Jahr.

Jahreszahlen gesteigert

Auch im Gesamtjahr 2023 schloss Temenos besser ab als im Vorjahr. 2022 waren sowohl Umsatz als auch Ebit zurückgegangen. Nun erzielte Temenos einen Gesamtumsatz von 1,0 Milliarden Dollar und damit 5% mehr als im Vorjahr. Die wiederkehrenden Einnahmen (Annual Recurring Revenue) stiegen um 16% auf 730 Millionen, die Lizenzeinnahmen um 10% auf 443,6 Millionen Dollar. Der Ebit legt um 15% zu und belief sich auf 313 Millionen Dollar.

Erwartungen übertroffen

Damit haben die Genfer ihre eigene, im Oktober erhöhte, Prognose teils deutlich übertroffen. Damals hatte Temenos ein Wachstum von 13 bis 15% beim ARR und ein Plus von 8% beim Ebit in Aussicht gestellt. Die Lizenzumsätze sollten um mindestens 6% steigen.
Die vollständigen Zahlen wird Temenos am 19. Februar mitteilen. Dann wird auch ein Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr abgegeben. CEO Andreades geht in der Mitteilung davon aus, dass der Free Cash Flow in den kommenden Jahren stark wachsen wird.

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