Thun will eine smarte Stadt werden

29. Januar 2024 um 11:14
  • politik & wirtschaft
  • e-government
  • smart city
  • Schweiz
image
Foto: Ryoji Iwata / Unsplash

Der Gemeinderat hat ein Leitbild zur Smart City verabschiedet. Erste Projekte gibt es schon länger.

Die Stadt Thun habe in den vergangenen Jahren mehrere Projekte umgesetzt, die den Leitsätzen einer smarten Stadt entsprechen, heisst es in einer Mitteilung. Dazu gehören eine App mit Schadensmelder, ein Pilotprojekt zu E-Ladesäulen auf öffentlichem Grund oder der drohnengestützte Grünflächenunterhalt. Um die Aktivitäten zu koordinieren, hat der Thuner Gemeinderat ein Leitbild zu Smart City verabschiedet.
Dieses sei nach der Digitalisierungsstrategie ein weiterer Schritt in Richtung digitale Transformation und Zukunftsfähigkeit, so die Mitteilung. Das Leitbild ergänze die Digitalisierungsstrategie und bilde grössere Zusammenhänge ab.
Das Smart-City-Leitbild umfasst verschiedene Themenbereiche, von Mobilität über Wohnen und Umwelt bis hin zu Wirtschaft und Verwaltung.

"Menschenzentrierte Digitalisierung"

Ziel soll sein, die Lebensqualität der Bevölkerung bei minimalem Ressourcenverbrauch zu erhöhen. Der Begriff Smart City habe sich gewandelt, heisst es im Leitbild. Nicht mehr die Technologie, sondern der Mensch stehe im Mittelpunkt. "Wir wollen die menschenzentrierte Digitalisierung weiter vorantreiben", so Gemeinderätin Andrea de Meuron.
Entsprechend sind manche Projekte weniger technisch als andere. Neben der Implementierung von Building Information Modeling (BIM) für vernetzte Planung oder einer neuen Login-Möglichkeit für Behördenservices sind auch dieJugendarbeit in den Quartieren oder ein Tag der Nachbarschaft im Leitbild gelistet.

Survey soll Fortschritte messen

Künftig sollen im Zuge der Digitalisierungsstrategie jeweils Smart-City-Projekte identifiziert und bestimmt werden. Die Fachstelle Umwelt Energie Mobilität übernimmt dafür eine koordinierende Rolle. Für die Umsetzung konkreter Projekte sind jedoch die jeweiligen Abteilungen der Stadt zuständig.
Thun will sich daneben mit weiteren Stakeholdern austauschen, darunter Smart City Hub Switzerland, der Verein Smart Regio Thunersee und die Berner Fachhochschule.
Um den Fortschritt zu messen, werde Thun alle 2 Jahre am Swiss Smart City Survey der ZHAW teilnehmen, geht aus dem Leitbild hervor. Dieser soll zeigen, wo die Stadt im Vergleich zu anderen liegt und wo sich allenfalls Schwächen verbergen.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

IGS: 3-Millionen-Freihänder wegen Projektverzögerungen

Weil es bei einem ECM-Projekt der IGS zu Problemen gekommen ist, musste eine Übergangslösung her.

publiziert am 21.8.2026
imageAbo

Bundesrat ist gegen Mitnahmerecht für E-Mail-Adressen

Ein Postulat möchte die Prüfung, ob E-Mail-Adressen beim Provider-Wechsel mitgenommen werden können. Initiant Dominik Blunschy ist mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden.

publiziert am 21.8.2026
imageAbo

Bern braucht SAP-Beratung

Die Finanzverwaltung rechnet für den Support, die Wartung und Weiterentwicklung seiner SAP-Landschaft mit Zuschlägen in Höhe von über 50 Millionen Franken.

publiziert am 21.8.2026
image

Zug sucht Leitung für Cyber-Kompetenzzentrum

Das Zentrum soll 2027 unter der neuen Leitung den Betrieb aufnehmen. Die Sicherheitsdirektion äussert sich zum vorgesehenen Team und den geplanten Kooperationen.

publiziert am 21.8.2026