Thurgau beschliesst einheitliche Steuersoftware

14. Februar 2024 um 13:40
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Foto: Staatskanzlei TG

Aus 4 mach 1: In der Schlussabstimmung hat das Kantonsparlament entschieden, in allen Gemeinden und im Kanton eine einheitliche Steuersoftware einzuführen.

Aktuell setzen 42 Thurgauer Gemeinden auf Steuerlösungen von Abraxas, bei 24 ist Axians Ruf im Einsatz, 10 nutzen Nest und 4 Dialog Verwaltungs-Data. Das geht aus einer Übersicht hervor, die das Kantonsparlament publizierte (PDF).
Damit ist jetzt Schluss: Das Thurgauer Kantonsparlament hat der Anpassung des Steuergesetzes in der Schlussabstimmung zugestimmt. Das war eine Formalität, bei der Erstlesung im Januar war der Beschluss unumstritten. Der Thurgau sei der einzige Kanton, der sein Steuersoftware-System noch nicht vereinheitlicht habe, hiess es damals. Nun wird auf den Steuerämtern der Gemeinden und des Kantons eine einheitliche Software eingeführt.

Anschaffungskosten von vier bis sechs Millionen

Die Gesetzesänderung soll bis spätestens 2026 in Kraft treten. Als Ziel für den Projektabschluss wird Ende 2029 genannt. Zu den Kosten erklärte der Regierungsrat: "Die Anschaffungskosten werden sich insgesamt auf vier bis sechs Millionen Franken belaufen. Die jährlich wiederkehrenden Betriebskosten werden nach gegenwärtigem Kenntnisstand auf rund drei bis dreieinhalb Millionen Franken geschätzt." Ein gemeinsamer Software-Wartungsvertrag mit einem Lieferanten werde aber günstiger ausfallen als "die Summe der Betriebskosten für die 81 Softwareverträge der kantonalen Steuerverwaltung und der 80 Gemeinden".
Nach der Umsetzung dieses Vorhabens, werde der Kanton in einem zweiten Schritt die weitere Vereinfachung und Modernisierung der Steuersoftware-Landschaft angehen, indem die verschiedenen Steuersoftware-Lösungen beim Kanton harmonisiert werden, teilte der Regierungsrat vergangenes Jahr mit. Dieser zweite Schritt und die erforderlichen finanziellen Ressourcen werden dem Grossen Rat zu einem späteren Zeitpunkt beantragt.
(Mit Material von Keystone-sda)

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