Twitter gibt Preispläne für APIs bekannt

9. Februar 2023 um 10:47
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Foto: Christian Lue / Unsplash

100 Dollar im Monat soll das günstigste Paket für den API-Zugriff kosten. Zudem steht das Abomodell "Blue" in der Schweiz offenbar in den Startlöchern.

Ursprünglich hätte am heutigen 9. Februar der kostenlose Zugriff auf die Twitter-APIs enden sollen. Twitter erntete vor allem für die kurzfristige Ankündigung von letzter Woche scharfe Kritik.
Nun hat sich das Unternehmen entschieden, den kostenlosen Zugriff nochmals um immerhin 4 Tage zu verlängern. Danach kostet das günstigste Paket für eingeschränkten API-Zugriff ("low level") 100 Dollar im Monat.
Kostenlosen Zugriff soll es weiterhin geben, wie Twitter mitteilt. Allerdings ist dieser auf 1500 Tweets pro Monat beschränkt. Die bisher eher spärlich verfügbaren Informationen hat das Unternehmen auf seiner Developer Platform zusammengestellt.

Technische Probleme und neue Limitierungen

In der Nacht auf heute Donnerstag ist es ausserdem zu verschiedenen Störungen gekommen, wie die Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' berichtet. User klagten darüber, dass sie niemandem mehr folgen oder keine Tweets mehr absetzen konnten. Twitter bestätigte das und teilte mit, dass der Dienst zurzeit für einige Nutzer womöglich "nicht wie erwartet funktioniert".
Dahinter stecken offenbar Limits, die Twitter eingeführt hat, um Ausfallzeiten zu verringern. Demnach liegen die täglichen Limits für Direktnachrichten bei 500, bei Tweets bei 2400 und beim Folgen bei 400. Das hilft natürlich auch dabei, aggressive Spam-Accounts zu identifizieren und zu blockieren.

Kostenpflichtige Abo-Funktion steht in den Startlöchern

Darüber hinaus ist Twitter offenbar kurz davor, das Abomodell "Blue" auch in der Schweiz zu lancieren. Zumindest ist die Funktion im Twitter-Menü aufgetaucht, kurze Zeit später aber wieder verschwunden.
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Twitter Blue ist kurzfristig im Menü aufgetaucht – und wieder verschwunden.
Das Unternehmen verspricht Blue-Abonnentinnen und -Abonnenten unter anderem, längere Videos posten zu können, nur halb so viel Werbung angezeigt zu erhalten und auf Funktionen wie beispielsweise die Editiermöglichkeit für Tweets frühzeitig zugreifen zu können.
Darüber hinaus sollen Tweets von verifizierten Nutzerinnen und Nutzern Priorität erhalten, was "bei der Bekämpfung von Betrug und Spam hilft". Inwiefern erkaufte Reichweite dabei hilft, ist allerdings nicht ganz schlüssig. Im Gegenteil: Wenn man sich durch ein "Blue"-Abo erkaufen kann, ganz oben in Antworten, Erwähnungen und Suchen zu erscheinen, fördert das eher Spam, Fake News und Hassrede.
Wann Twitter Blue in der Schweiz kommt, ist noch unklar. Kurzzeitig hiess es "in Kürze".

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